Rheinpfalz Wichtig im Werben um Schüler
«WALDFISCHBACH-BURGALBEN.» Die Gemeinde Waldfischbach-Burgalben wird dem Landkreis Südwestpfalz in den Bruchwiesen eine Fläche zur Verfügung stellen, damit der Kreis als zuständiger Schulträger eine Schulsportanlage für den Freiluftsport bauen kann. Diese Sportanlage ist von Rechts wegen für den Betrieb einer vierzügigen Integrierten Gesamtschule (IGS) mit Oberstufe erforderlich, wie es die IGS Daniel Theysohn in Waldfischbach-Burgalben ist. Der Rat beschloss am Montag mit den Stimmen von CDU, FWG und SPD, bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung vonseiten der BWB, Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne (SPD) zu ermächtigen, dem Kreis die vorgesehenen Grundstücke für den Bau einer Schulsportanlage zur Verfügung zu stellen. Die Ortsgemeinde trägt von Gesetzes wegen anfallende Vermessungs- und Notarkosten. Der Rat knüpfte die Entscheidung allerdings an drei Bedingungen. Erstens: Die Verbandsgemeinde, der die Ortsgemeinde das Grundstück überlassen hatte, überträgt es an die Ortsgemeinde zurück. Zweitens: Die bisherigen Flächen für die Boule-Anlagen werden nicht mehr benötigt. Und drittens: Es kommt tatsächlich keine Einigung zwischen Kreis und SG Waldfischbach (SGW) über die Nutzung der SG-Sportanlage zustande. Letzteres scheint nahezu ausgeschlossen. Bisher nutzt die IGS das Sportgelände der SGW. Alle Bemühungen, eine dauerhafte Lösung zu finden, die regelt, dass die Schule das Gelände nutzen kann, und der Kreis dieses ausbaut, scheiterten (wir berichteten). Im Februar erteilte die SGW der Idee endgültig eine Absage. Eine Schulsportanlage wird aber dringend benötigt. Um den Sportunterricht mit den im Lehrplan vorgesehenen Inhalten anbieten zu können, stehe als Alternative zur Diskussion, die Kinder dafür mit dem Bus an die IGS Thaleischweiler-Fröschen zu fahren. Dann überlege sich der eine oder andere sicher, ob er sein Kind nicht direkt dort anmelde, wurde befürchtet. Die IGS in Thaleischweiler-Fröschen war für viele Kinder schon mit Blick auf das kommende Schuljahr interessant. Während dort erneut Schüler wegen zu vieler Anmeldungen für die fünfte Klassenstufen an andere Schulen verwiesen werden mussten, reichten die Anmeldungen in Waldfischbach-Burgalben nur für drei fünfte Klassen. Ohne die erforderliche Sportanlage könnte das Thema Oberstufe auf Dauer zur Disposition stehen, so die Befürchtung. Er wolle noch erklären, warum die BWB nicht zugestimmt habe, sagte Georg Everling (BWB) unter dem Punkt Verschiedenes, als die Entscheidung längst getroffen war. Es sei nicht so, dass man dem Kreis das Gelände im Bruch nicht geben wolle. Stattdessen sollte man alles dafür tun, dass der Kreis doch noch das SGW-Gelände nutzt. Das sei sicher der Wunsch vieler, sagte Ortschefin Henne, aber es sei eine Vertragsgeschichte zwischen der SG Waldfischbach und dem Kreis. „Und mit dem, was die beiden untereinander regeln müssen, haben wir nichts zu tun“, verwies sie auf die rechtliche Lage. Bemühungen, eine Lösung zu finden, habe es schon gegeben. Keine Mehrfamilienhäuser Einstimmig ist der Rat der Empfehlung des Bauausschusses gefolgt, den Bebauungsplan Bruchwiesen nicht zu ändern (die RHEINPFALZ berichtete). Damit sind die Pläne eines Bauherrn, der dort zwei Mehrfamilienhäuser errichten wollte, vorerst vom Tisch. Flächentausch Die Lindenstraße ist ausgebaut, in der Helle-Röder-Straße hat der Straßenausbau begonnen. In beiden Straßen geht es nun darum, bisher private Grundstücksflächen anzukaufen, die für den öffentlichen Verkehr benötigt werden. Gleichzeitig sollen den Anliegern die Grundstücksflächen verkauft werden, die nicht für Gehwege und die Straßen benötigt werden oder auf denen beispielsweise bereits private Bauten – etwa in Form von Mauern – errichtet wurden. Es werden rechtlich korrekte Verhältnisse hergestellt. Der Rat beschloss für beide Straßen, dass die Gemeinde 60 Euro pro Quadratmeter bezahlt, wenn sie private Grundstücksflächen erwirbt. Bürger, die Flächen von der Gemeinde kaufen, zahlen 20 Euro je Quadratmeter.