Rheinpfalz Wenn der Schlamm den Berg hinunterströmt

Jetzt soll Schluss sein mit Starkregen-Ärgernissen am Eischweiler Weg. Noch Anfang der Woche hatte Hans Walter Jansen vom städti
Jetzt soll Schluss sein mit Starkregen-Ärgernissen am Eischweiler Weg. Noch Anfang der Woche hatte Hans Walter Jansen vom städtischen Bauhof mit dem Radlader erneut Schlamm und Geröll beseitigt.

«RODALBEN.» Die Auswirkungen von kurzen Unwettern im Bereich der Zweibrücker Straße haben Hans Jürgen Soll (Eigentümer des Hauses Nummer 44) und Peter Scheid (Eigentümer des Hauses Nummer 48) in den letzten Monaten zu Genüge kennengelernt. Zuletzt ist die Straße beim heftigen Gewitter vor einer Woche zum strömenden Bach geworden mit äußerst lästigen Begleiterscheinungen. Nun scheint Abhilfe geschaffen zu sein.

Bei starkem Regen sei das Wasser aus dem Wald beim Jugendheim Am Mühlkopf in Richtung städtische Häuser geströmt, habe Sand und Schlamm herbeigespült und Schottersteine mitgerissen. Seitdem im Zuge des Erweiterungsbaus des Jugendheims an der Ostseite die Asphaltdecke aufgerissen und der Kanal verlegt wurde, gebe es dieses Ärgernis, hat Soll festgestellt, denn der Weg liege seitdem nur noch geschottert da. Wenn die Straße zum Bachbett wurde, seien die Gullys bald verstopft gewesen und das Wasser habe das Gelände ringsum überschwemmt. Anlieger seien dann damit beschäftigt gewesen, in Gummistiefeln die Wasserabläufe zu säubern, um die Häuser zu schützen. Zweimal sei zur Herstellung der Verkehrssicherheit die Feuerwehr im Einsatz gewesen. Ansonsten sei der Bauhof mit dem Radlader angerückt, habe den Schlamm abgeräumt und den Schotter wieder zurückgekarrt. „Uns verursachen diese Vorkommnisse Arbeit und Ärger, die Kosten trägt der Steuerzahler“, so Soll. Gegenüber der RHEINPFALZ äußerte der erste Beigeordnete Torsten Striehl am Montag Verständnis für den Bürgerärger. Auch für die Stadt sei der Einsatz von Arbeitern für Aufräumarbeiten verdrießlich gewesen. In der Verantwortung sah Striehl vor allem den Forst. Von dessen Seite gab Revierleiter Julian Filipp gestern Entwarnung. Das Problem sei in dieser Woche behoben worden, unabhängig von dem starken Gewitter am Sonntag. Die Firma Weidler habe die Arbeiten erledigt. Es habe sich gezeigt, dass das Wasser aus dem Wald gekommen und entlang der Einfahrt des Jugendheims in den Eischweiler Weg geflossen ist. Probleme wie am Eischweiler Weg entstehen laut Filipp, wenn die Wasserführung entlang von Waldwegen gestört ist, etwa durch verschüttete Gräben. In diesem Fall suche sich das Wasser seinen eigenen Weg. Unter Umständen reiche bei Starkregen, den es in diesem Jahr oft gegeben habe, die vorhandene Infrastruktur nicht mehr aus, um die Wassermengen aufzunehmen. Vorbeugend sei eine regelmäßige Wegepflege notwendig, Störungen müssten sofort beseitigt werden. „Da wir mit externen Unternehmern arbeiten, sind Maßnahmen nicht immer sofort umzusetzen“, begründete Filipp die Umstände, die Stein des Anstoßes gewesen sind. „Jeder Hausbesitzer weiß, wie lange man oft auf Handwerker warten muss.“ Dieses Jahr hätten Starkregenfälle die Unternehmer vielfach gebunden. Sie arbeiteten jetzt noch Schäden aus dem Frühjahr ab. Der Förster, betont er, steht bei Beschwerden Bürgern als Ansprechpartner direkt zur Verfügung. Vielleicht könnten durch diesen Kontakt Probleme schon im Vorfeld geklärt werden. „Man kann die Augen nicht überall gleichzeitig haben, und manche Begebenheiten bemerkt man doch erst nach einiger Zeit“, sagt er und bittet um Verständnis für die zeitliche Verzögerung. Hilfreich seien auf jeden Fall Hinweise von aufmerksamen Waldbesuchern.

Der Eischweiler Weg wurde schon mehrmals in den vergangenen zwei Jahren von den Folgen des Starkregens beeinträchtigt. Der Weg m
Der Eischweiler Weg wurde schon mehrmals in den vergangenen zwei Jahren von den Folgen des Starkregens beeinträchtigt. Der Weg mündet in die Zweibrücker Straße (in der Karte falsch bezeichnet).
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