Rheinpfalz Weihnachtliches Dankeschön an die „Stadtältesten“
In Ramstein-Miesenbach ist es schon Brauch, alle Stadtbewohner, die über 80 sind, in der Adventszeit zu besuchen. Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) und die Stadtratsmitglieder haben diesmal viel zu tun. Waren es am Anfang 80 bis 90 Personen, so sind es in diesem Jahr 491 Bürger zwischen 80 und 103 Jahren.
Zusammen mit allen Ratsmitgliedern besucht Hechler die „Stadtältesten“ zuhause: „Eine tolle Geste und ein schöner Brauch, den wir seit über 30 Jahren in Ramstein-Miesenbach bewahren und auch in Zukunft weiter führen werden“, berichtet Hechler. Da in diesem Jahr fast 500 Menschen besucht werden, müssen alle 24 Ratsmitglieder fleißig Kilometer abreißen. So besucht jedes Ratsmitglied ungefähr 20 Menschen. „Alle machen mit, egal ob CDU, SPD oder FWG“, betont Hechler. Natürlich ließen auch die Beigeordneten, Ludwig Linsmayer und Hans-Jörg Schweitzer, sowie er selbst es sich nicht nehmen, bei der Aktion mitzumachen. Zusätzlich übernehmen sie die Besuche der Senioren- und Behinderteneinrichtungen in Ramstein-Miesenbach. Alle Ü-80er bekommen ein Päckchen mit selbstgebastelten kleinen Geschenken von den Schülern der Realschule Plus in Ramstein. Passend zur Weihnachtszeit darf auch die ein oder andere Nascherei nicht fehlen. Auch etwas zum Trinken, Tee sowie ein Rück- und Ausblick vom alten ins neue Jahr liegen jedem Päckchen bei. Die Karten mit persönlichem Gruß vom Bürgermeister wurden wieder von Kindern der Wendelinusschule Ramstein-Miesenbach gestaltet. Das Besuchsprojekt ist in vollem Gange. Täglich werden mehrere Senioren in ihren vier Wänden besucht. „Die Leute erwarten uns schon“, berichtet Hechler und beschreibt weiter: „Warten aufs Päcksche vom Bojemääschder.“ Dabei gehe es nicht primär um die Päckchen und Geschenke, sondern viel mehr um den Besuch, das Gespräch, den Kontakt. Bei den Senioren komme die Aktion gut an. „Die Menschen sind berührt“, sagt Ralf Hechler und ergänzt: „Es ist eine Wertschätzung gegenüber unserer älteren Generation, die Gelegenheit ,danke’ sagen zu dürfen.“ Immer wieder sorgten die Gespräche mit den älteren Menschen auch bei den Ratsmitgliedern für „bewegende Moment“, was laut Hechler unteranderem der Grund sei, warum sich jedes Jahr immer wieder alle an der Aktion beteiligen.