Rheinpfalz Wasserpreis bleibt auch nach einem Jahrzehnt stabil

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Wer sein Trinkwasser vom Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal bekommt, kann sich freuen: Der Wasserpreis bleibt stabil bei 1,39 Euro pro Kubikmeter. Der Preis sei im elften Jahr unverändert, bilanzierte Werkleiter Joachim Becker bei der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes vergangene Woche.

Auch die zweite Komponente, die den Wasserpreis bestimmt, die Gebühren für den Wasserzähler, die die Grundgebühr ergeben, bleiben stabil. Die Grundgebühr für einen herkömmlichen Wasserzähler beträgt 72 Euro netto. Steigt die Zählergröße, steigt die Gebühr. Der Wasserzweckverband, der die Dörfer der früheren Verbandsgemeinde Wallhalben, dazu Maßweiler, Reifenberg und Höheinöd mit Wasser versorgt, umfasse ein Gebiet, in dem 4300 Wasserzähler ausgegeben seien, erläutere Becker. Das bringt im verabschiedeten Wirtschaftsplan 2019 Einnahmen aus Beiträgen und Gebühren von einer Millionen Euro jährlich. Der Verband investiert in die Zukunft. Eine Million Euro sind eingestellt, um eine Wasserleitung zwischen Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen herzustellen. 980.000 Euro, um eine Leitung zwischen Maßweiler (Bereich Hitscherhof) und Rieschweiler-Mühlbach zu bauen. Das sind noch fehlende Teilstücke der großen Verbundleitung, die der Wasserzweckverband, wie berichtet, nach und nach aufbaut. Inwiefern diese Baumaßnahmen bereits 2019 zum Tragen kommen, bleibe abzuwarten. Es seien zumindest finanzielle Voraussetzungen geschaffen. Erste Maßnahmen zum Bau dieser Verbundleitung sind bereits umgesetzt. Die Leitung zwischen Weselberg und Hermersberg ist gebaut. Hier sind noch Arbeiten am Wasserturm in Weselberg erforderlich. Die Leitung, die von Höheinöd kommend Thaleischweiler-Fröschen, inklusive dem Neubaugebiet am Rübenberg anschließt, ist zum Teil schon gebaut. 225.000 Euro sind hier für die im Jahr 2019 noch notwendigen Arbeiten eingestellt. Bis Sommer 2019 werde die Leitung nach Thaleischweiler-Fröschen fertig sein, schätzt Becker. Dass über diese Verbundleitung jetzt auch Wasser in benachbarte Kommunen verkauft wird, macht sich im Plan 2019 bereits bemerkbar. „Wir haben etwa 50.000 Euro Mehreinnahmen durch ein Plus beim Wasserverkauf“, kalkuliert Becker. Auch dass Straßen saniert und Neubaugebiete erschlossen werden, macht sich beim Wasserversorger bemerkbar. „Wir investieren etwa 1,29 Millionen Euro für Maßnahmen im Verbund mit Straßenbaumaßnahmen“, bilanzierte Becker. Dazu gehören neue Wasserleitungen im Bereich Fabrik- und Ringstraße in Maßweiler, in der Ottmar-Mattil-Straße in Höheinöd und in der Hofstattstraße in Wallhalben. Neue Baugebiete werden in Herschberg, Weselberg, Schauerberg und Krähenberg geplant. Für diese Investitionen nimmt der Zweckverband ein Darlehen von fast 1,7 Millionen Euro bei der Sparkasse Südwestpfalz auf. Der Zins wird für zehn Jahre auf 1,235 Prozent festgeschrieben. Getilgt wird jährlich ein Prozent der Schuld. Die Zinsen zahlt das Land. Insgesamt stehe der Wasserzweckverband ordentlich da, attestierte Wirtschaftsprüfer Harald Breitenbach, der den Jahresabschluss 2017 vorstellte. 2017 hatte der Verbund einen Gewinn von 66.000 Euro verzeichnet. 38.000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Das sei durch Reduzierung der Kosten im Verwaltungsbereich möglich geworden. Positiv sei, dass es dem Wasserzweckverband gelungen sei, sein Eigenkapital noch mal zu stärken. Das liegt nun bei 3,22 Millionen Euro. Der Verbund verzeichnet eine Eigenkapitalquote von 51,5 Prozent, steht also sehr stabil da. „Ein leicht überdurchschnittlicher Wert“, lobte Breitenbach. Mit einem Verlust von acht Prozent Wasser – das betrifft die Wassermenge die gefördert, aber nicht verkauft wird, weil sie versickert oder weil es Wasserrohrbrüche gab – stehe der Verbund gleichfalls gut da. Die Schmitshauser Firma Staab übernimmt die Arbeiten an der Triftstraße in Herschberg. Der Gemeinderat hatte die Straßenbauarbeiten für 313.000 Euro vergeben, der Wasserzweckverband vergab die Arbeiten für die Wasserversorgung für 87.000 Euro und die Verbandsgemeindewerke die Kanalisationsarbeiten für 150.000 Euro an die Firma.

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