Rheinpfalz
Waldfischbach-Burgalben: Lehmann führt wieder FWG

Nach einer politischen Auszeit ist Michael Lehmann in den Gemeinde- und den Verbandsgemeinderat Waldfischbach-Burgalben zurückgekehrt. Jetzt übernimmt er auch bei der FWG wieder die Verantwortung. Lehmann wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins zum Vorsitzenden gewählt.
Mit Freude nehme er das Amt an, sagte Lehmann. Es mache wieder Spaß, in Waldfischbach-Burgalben Politik zu machen, weil das Gefühl da sei, „dass wir etwas bewegen können, dass sich hier etwas bewegt“, sagte er. Das Klima im Gemeinderat habe sich deutlich verbessert, man arbeite zusammen. Ihr Interesse an der Zusammenarbeit hätten die übrigen im Rat vertretenen Parteien zum Beispiel gezeigt, als es um die Besetzung der Ausschüsse ging: Der FWG als kleinster Fraktion wurde eine höhere Anzahl an Ausschusssitzen zugestanden. Es zeige sich auch beim von der FWG erneut thematisierten Problem mit den Baumscheiben im Bereich Pirminiusring, die zu gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr führen. Das Thema noch mal aufzugreifen, werde im Rat mitgetragen. Es sei wichtig, unterstrich Lehmann, dass Ortsspitze und Rat weiter gemeinsam für die Gemeinde arbeiten.
Reihe von Missverständnissen
Herausforderungen gebe es viele, verwiesen Lehmann und sein Amtsvorgänger Horst Weidler unter anderem auf das drängende Problem, eine Lösung für die Freisportanlage für die IGS zu finden. Es wurde deutlich, dass auch die FWG eine weitere Nutzung des SGW-Sportgeländes als beste Lösung ansieht. Er habe sich die Vorgänge der vergangenen Jahre genauer angeschaut und festgestellt, dass es eine Reihe von Missverständnissen gegeben habe, machte Lehmann unter anderem Kommunikationsprobleme für die jetzige Situation verantwortlich. Es gehe darum, das Leben im Ort und seine Entwicklung mitzugestalten. Vor diesem Hintergrund freue sich die FWG, dass es gelungen ist, einen Verjüngungsprozess einzuleiten und junge Menschen, um deren Leben es vorrangig geht, für die Arbeit in der kommunalen Politik zu begeistern.
Entscheidend sei die Bereitschaft, sich zu engagieren, unterstrich Karl-Wilhelm Porger. Jedem müsse klar sein: „Politik ist ein mühsames Geschäft. Auch in der Gemeinde.“ Für die FWG gehe es darum, sich zu profilieren. Das heiße aber nicht, die Auseinandersetzung zu suchen.
Lehmann räumte ein: „Wir haben es in der Vergangenheit zu oft versäumt, den Menschen deutlich zu zeigen, was unsere Leistung war.“ Die Kommunikation nach außen und intern solle verbessert werden. Die neuen Medien stärker zu nutzen, sei wichtig, sagte Katrin Antes.
Wahlwerbung für Henne umstritten
Großes Lob und ein dickes Dankeschön gab es von den FWG-Mitgliedern für Horst Weidler. Der hatte 2017 das FWG-Schiff in schwierigen Zeiten noch mal als Vorsitzender übernommen und durch raue See gesteuert. Erfolgreich. Nicht nur, dass es die FWG noch gibt, sie zählt auch 23 Mitglieder, darunter mittlerweile einige junge. Zudem war es gelungen, wieder in den Gemeinderat einzuziehen, eine Liste aufzustellen, was ausdrücklich Weidlers Verdienst gewesen sei, der viel Überzeugungsarbeit geleistet habe. Er freue sich, dass es gelungen ist, 17 Kandidaten zu benennen und drei Sitze im Rat zu behalten, sagte Weidler.
Kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob es richtig gewesen sei, eine Anzeige zu schalten, mit der die FWG eine Wahlempfehlung für die vormalige Bürgermeisterin Anna Silvia Henne (SPD) abgegeben hat. Vor allem, dass überörtlich geworben wurde, sahen einige Mitglieder kritisch.
Neuwahlen
Michael Lehmann (Vorsitzender), Armin Fösser (zweiter Vorsitzender), Gabi Teutsch (Kassenwartin und Schriftführerin), Petra Nikolaus (Kassenprüferin).