Rheinpfalz
Waldfischbach-Burgalben: IGS wünscht sich schnelle Lösung für Sportanlage
Intensiv wird derzeit um eine Lösung gerungen, wo die Schüler der Integrierten Gesamtschule Daniel Theysohn in Waldfischbach-Burgalben (IGS) künftig Sport im Freien betreiben. Dass eine neue Sportanlage gebaut werden muss, darüber besteht Einigkeit. Wo gebaut wird, ist zu klären. In den Bruchwiesen oder auf dem Gelände der SG Waldfischbach. „Für uns sind beide Standorte machbar. Wichtig ist uns, dass schnell gebaut wird“, sagt Christian Hever, Fachbereichsleiter Sport an der IGS.
Er will vermeiden, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehe, an der Schule sei kein Sport mehr möglich. Ganz im Gegenteil, unterstreicht Hever: „Bei uns an der Schule spielt Sport eine ganz wichtige Rolle.“ Im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften. Das Wahlpflichtfach Sport und Gesundheit, das ab der 7. Klasse angeboten wird, „gehört jedes Jahr zu den mit Abstand am meisten nachgefragten Wahlpflichtfächern“, erläutert Hever. Für ihn ein Beleg dafür, dass an der Schule – Hever unterrichtet seit 2009 in Waldfischbach-Burgalben – ein Sportangebot unterbreitet wird, das für die Schüler sehr attraktiv ist.
Schüler unterstützen auch die Jüngeren
Acht Sportlehrer und Sportlehrerinnen kümmern sich an der IGS darum, dass der alten lateinischen Redewendung „Mens sana in corpore sano“ – übersetzt: ein gesunder Geist in einem gesunden Körper – Rechnung getragen wird. In den 24 Klassen der Unter- und Mittelstufe sowie in den drei Oberstufenjahrgängen hat jeder Schüler pro Woche zwei Stunden Sport. Wer sich von Klasse sieben bis zehn für das Wahlpflichtfach Sport und Gesundheit entscheidet, hat weitere vier Stunden Sport in Theorie und Praxis. Auch diese Nachfrage bestärke die Schule darin, alles daran zu setzen, einmal Sport in der Oberstufe als Leistungskurs anbieten zu können. Die Schüler aus diesem Wahlpflichtfach übernehmen auch schon Verantwortung für jüngere Schüler, unterstützen zum Beispiel die Grundschule, wenn diese Bundesjugendspiele in Hermersberg veranstaltet, wo die Voraussetzungen für leichtathletische Wettbewerbe sehr gut sind. Dazu komme ein umfangreiches sportliches AG-Angebot am Nachmittag.
Größter Pluspunkt ist Hallenbad
Was fehle seien Leichtathletikanlagen, bestätigt Hever. Dafür habe die Schule in anderen Bereichen hervorragende Möglichkeiten, die nicht jede Schule habe. „Unser größter Pluspunkt ist sicher das Hallenbad im Ort“, sagt Hever. Schwimmen, Schwimmunterricht wird regelmäßig angeboten. Für die Schüler der 5./6. Klassen steht Sportunterricht im Schwimmbad zwingend auf dem Plan. Drei Mal pro Woche nutzt die Schule das Bad für den Sportunterricht, teilt es sich mit der örtlichen Grundschule. Angesichts der immer wieder auftretenden Diskussion um Kinder, die nicht mehr oder nur schlecht schwimmen können, „ist das Schwimmbad für den Schulsport ein unschätzbarer Pluspunkt“, unterstreicht Hever und ergänzt: „Unsere Kinder sollen schwimmen können.“
Gute Kooperation mit SGW-Tischtennisabteilung
Nicht nur das Schwimmbad in den Bruchwiesen – Fußweg zwischen Schule und Bad etwa fünf Minuten – nutzt die Schule. Auch die Drei-Feld-Halle in den Bruchwiesen wird stark genutzt. Für die klassischen Ballsportarten, das Turnen, aber auch für Tischtennis im Oberstufenbereich. Hier gebe es zum Beispiel eine gute Kooperation mit der Tischtennisabteilung der SGW. Da Sport in einer Doppelstunde unterrichtet werde, sei der Fußweg in die Bruchwiesen kein Problem. Könne fast schon als Aufwärmprogramm betrachtet werden, bestätigt Hever lachend. Auch der Weg hoch zum Sportplatz der SGW – es geht stetig bergauf – sei problemlos machbar.
In die Bruchwiesen zieht es regelmäßig Schülerinnen, die in Kooperation mit dem örtlichen Tennisclub Tennis im Sportunterricht auf der Agenda stehen haben. „Hat auch nicht jede Schule“, erläutert Hever.
Auf dem Schulgelände selbst befinden sich eine kleinere Sporthalle und zwei Gymnastikräume. Ballsportarten, Turnen sind auch hier möglich. Tanz/Gymnastik, verschiedene AG-Angebote werden hier umgesetzt. Bei den AG-Angeboten steht Fußball bei den Schülern hoch im Kurs.
Die Schüler vertreten die Schule sportlich in vielen Bereich nach außen. Ob sie am bundesweiten Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ teilnehmen, am Firmenlauf in Pirmasens, ob Benefizlaufprojekte, Kreisturnfest, Kreissportfest oder Kreisschwimmfest terminiert sind, die IGS ist vertreten. Weil die baulichen Rahmenbedingungen für die Leichtathletik fehlen, wird auf Bundesjugendspiele verzichtet. „Wir veranstalten stattdessen unseren Sporttag“, sagt Hever. Die ganze Schule ist an diesem Tag bei Sport und Spiel aktiv. Sport habe also nachweislich einen hohen Stellenwert an der Schule.