Rheinpfalz Wärmflaschen für die Löwen

Benjamin Ohmer (rechts) stellt mit Volker Junior seine Wärmeflasche vor.
Benjamin Ohmer (rechts) stellt mit Volker Junior seine Wärmeflasche vor.

Ein Südpfälzer schützt Fröstelnde mit auslaufsicheren Wärmflaschen. Heute stellt Benjamin Ohmer seine Erfindung in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ vor. Er will mindestens einen der prominenten Investoren von seinem Produkt überzeugen.

Der 36-Jährige Benjamin Ohmer ist in Landau geboren und in Herxheim aufgewachsen. Er wohnt seit 2004 in München. „Ich bin aber noch häufig und sehr gerne in der Pfalz“, sagt Ohmer, der regelmäßig seine alte Heimat besucht. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ (20.15 Uhr, Vox) präsentieren angehende Firmengründer ihre Produkte. Dabei versuchen sie, einen oder mehrere der prominenten Investoren für ihre Projekte zu gewinnen und einen „Deal“ zu ergattern. Der Maschinenbauingenieur Ohmer wird heute in der Vox-Show gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer seines Unternehmens, Volker Junior, sein Produkt vorstellen: Eine Wärmflasche mit Sicherheitsverschluss. Auf die Idee kam er durch einen Vorfall im Bekanntenkreis. Vor einigen Jahren sei eine Freundin auf einer Wärmflasche eingeschlafen und habe sich den Bauch verbrannt, erzählt er. Das hat den Firmengründer auf die Produktidee brachte. Die „Troy“-Wärmflasche verfügt im Innern über ein Pad, das mit einem natürlichen Salz befüllt ist. Es verbleibt in der Wärmflasche und nutzt einen ähnlichen Mechanismus, wie die kleinen mit Flüssigkeit gefüllten Taschenwärmer, die sich erwärmen und verhärten, nachdem ein Stahlplättchen in ihrem Inneren geknickt worden ist. Gemeinsam mit Volker Junior entwickelte Ohmer die Wärmflaschen-Weltneuheit. Das „Troy“-Pad speichert die Wärme des heißen Wassers, das in die Wärmflasche gefüllt wird, und senkt die Temperatur auf 15 bis 20 Grad unterhalb der Temperatur handelsüblicher Wärmflaschen. Die „Troy“-Wärmflasche soll zweimal so lange warm halten wie herkömmliche und sich schnell „auf Wohlfühltemperatur aufwärmen“, dabei aber nicht zu heiß werden und vor Verbrennungen schützen. Sie verfügt über einen speziellen Sicherheitsverschluss, der ein Auslaufen und unbeabsichtigtes Öffnen verhindern soll. Den ersten Prototyp ihres Sicherheitsverschlusses für Wärmflaschen druckte ein 3-D-Drucker. Der Verschluss soll insbesondere Kinder oder demente Menschen schützen, er kann auch einzeln erworben werden. Er passt auf circa 80 Prozent der in Deutschland verkauften Wärmflaschen. Für beide Produkte seien schon Patente erteilt. Von den Löwen erhoffen sie sich den Abschluss des folgenden Deals: 15 Prozent Firmenanteile gegen ein Investment von 200.000 Euro.

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