Rheinpfalz Vorsitzender gesucht

Die Freie Wählergruppe Waldfischbach-Burgalben ist auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden. Bei der Generalversammlung war niemand bereit, zu kandidieren.
Beate Grünewald erklärte, dass sie im kommenden Jahr freiberuflich als Reiseleiterin arbeite. Dann könne sie den Vorsitz nicht mehr ausüben. Sobald jemand Geeignetes für das Amt zur Verfügung stehe, werde eine außerordentliche Versammlung mit Neuwahlen einberufen. Die 23 Mitglieder zählende Gruppe ist mit drei Mandaten die kleinste im Rat vertretene Fraktion. Grünwald sagte, man versuche, sich durch kritisches Hinterfragen in den Rat einzubringen. Die Atmosphäre im Gremium habe sich sehr verschlechtert. Man habe nicht mehr den Eindruck, dass alle zum Wohl der Gemeinde an einem Strang ziehen. Der Umgang miteinander sei oftmals von Respektlosigkeit geprägt. Der Bürger könne Entscheidungen nicht nachvollziehen, bemängelte Grünewald. Fraktionssprecher Stefan Wernli kritisierte die „Machtspielchen der CDU“, die zusammen mit dem Koalitionspartner BWB eine Sitzung boykottiert hatte (die RHEINPFALZ berichtete). Als Folge davon hatte Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne (SPD) beschlossen, keine Fraktionssprechersitzungen mehr abzuhalten. Alle Anfragen und Anliegen würden zur offiziellen Beantwortung an die Verwaltung gegeben, wodurch alles viel länger dauere, kritisierte Wernli. Als Beispiel führte er die Friedhofsplanung an, bei der noch nichts 100-prozentig entschieden sei. Im Zusammenhang mit den Beigeordneten sprach Wernli von einem Desaster. Die CDU habe in dieser Legislaturperiode jetzt mit Roland Schumm zum dritten Mal einen Beigeordneten gestellt. Nach Jörg Prokein und Christian Weidler, die beide nach kurzer Zeit ihr Amt niederlegten, wurde Schumm, den er nicht kenne und von dem man nichts wisse, „förmlich aus dem Hut gezaubert“. Nach der Hälfte der Legislaturperiode frage er sich, ob man mit der Arbeit eines ersten Beigeordneten nun endlich rechnen könne. Der zweite Beigeordnete Günter Schramm (BWB) habe einen Geschäftsbereich, den er in direkter Konfrontation zur Ortschefin ausübe. Seinen Geschäftsbereich interpretiere er etwas anders als Henne, was immer wieder zu Diskussionen im Rat führe. Wernli sprach von „eigenwilliger Geschäftsführung und ungebührlichem Verhalten“ seitens Schramm. „Es ist einfach nicht schön, in der Zeitung zu lesen, wie es bei uns im Rat zugeht“, kommentierte er. Positiv bewertete Wernli, dass der Ausbau der Helle-Röder-Straße endlich beschlossen wurde, zudem den zukunftsweisenden Anschluss der Wasserversorgung an den Zweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal und die Testierfähigkeit der Gemeindewerke – obwohl die Aufarbeitung in den Werken immer noch laufe. |jn