Rheinpfalz Von Rittern, Tänzern und Musikanten

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Auch die neunte Auflage des Mittelaltermarktes auf der Burg Lichtenberg zog wieder zahlreiche Gäste in ihren Bann. Die Burg strahlte trotz wechselhaften Wetters wieder einmal in ihrem mittelalterlichen Glanz. Angesichts des Treibens und der kostümierten Gruppen, fühlten sich die Besucher in das 13. Jahrhundert zurückversetzt. Der Besucherandrang war jedoch nicht so groß wie in den Vorjahren.

Die 800 Jahre alte Burg war erneut die perfekte Kulisse für die zahlreichen Gruppen in mittelalterlichem Gewand. Ritter, Spielleute und Feuerspucker gaben sich ein Stelldichein. Viele Gruppen schlugen ihre Zelte zwischen den Burgmauern auf, Händler sowie Handwerker präsentierten verschiedene Güter des früheren Mittelalters und gewährten Einblicke in längst ausgestorbene Berufe, wie etwa Schmiede und Gerber. Besucher durften ihre handwerklichen Fähigkeiten testen, zum Beispiel ihren Namen auf ein Stück Leder stanzen. Die Händler boten typische Roben und Kleider aus vergangenen Tagen sowie handgefertigte Schuhe und Schmuck an. Auch Kampfausrüstung wie Schwerter, Messer, Äxte oder auch Schilde sowie Kettenhemden konnten gekauft werden. Zudem gab es Gaukler- und auch Abt-Roben im Angebot. Wer Hunger hatte, für den hielt der Markt unter anderem Wildschwein- oder Rehbraten bereit. Kein Mittelaltermarkt ohne spielerische oder sportliche Angebote für die Besucher. Mit Pfeil und Bogen schießen oder mit einer Armbrust, eine Keltenschule besuchen oder sich schminken lassen, all das war möglich. Die Gäste konnten am eigenen Leib erfahren, wie schwer eine komplette Ritterausrüstung ist und wie eingeschränkt man sich damit bewegen kann. Auch gab es die Möglichkeit, einen Falken auf dem eigenen Arm zu füttern, und Kinder konnten auf einem Karussell ihre Runden drehen. Pausenlos sorgte zudem der Gaukler Patut für musikalische Unterhaltung. Der Markt wurde samstags nach einem Umzug durch die Burg von „Burgvogt“ Werner Alles und mit Salutschüssen der Böllerschützen eröffnet. Das Lager in der Burg füllten die Lichtenberger Burgmannen, die Bogenschützen zu Lutra, die Kohlbachtaler, die Nahe Wikinger, die Hohenfelser, die Veldenzer und Memoria Felum mit Leben. Die Mitglieder des jeweiligen Stammes demonstrierten das Leben im Mittelalter, wo Menschen Holz hacken, Feuer anzünden und in Zelten schlafen mussten. Außerdem konnten verschiedene Alltagsgegenstände wie eine handgetriebene Wäschetrommel bestaunt und auch ausprobiert werden. So gewann die Besucher einen Einblick in das harte Leben im Mittelalter, das „bestimmte Fähigkeiten von Männern und Frauen erforderte“, wie Landrat Winfried Hirschberger bei der offiziellen Eröffnung bemerkte. und ein Teil der Faszination rund um das Mittelalter neben der Geschichte, Auch viele US-amerikanische Gäste fanden wieder den Weg zur Burg. Die Gruppe Shabanna Atesh präsentierte mittelalterliche Tänze, Liudon Incorruptus sowie Eulental musizierten und Fornax bot eine Feuershow. In dem bunten Programm gab es dann unter anderem eindrucksvolle Schaukämpfe der Lichtenberger Burgmannen mit Schwertern. Dies gefiel dem Publikum sehr gut, genau wie die Musikdarbietung von Liudon Incorruptus, deren Mitglieder mit Flöten und mittelalterlichen Sackpfeifen unterhielten. Und nicht zuletzt kamen auch die Jüngsten auf ihre Kosten bei Spielen mit dem Gaukler Patus. Ein Höhepunkt erwartete die Besucher dann zum Abschluss des Samstags, als die Gruppe Fornax eine spektakuläre Feuerschau in der Dunkelheit bot.

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