Rheinpfalz Verkaufs-Sonntage: Nachteil gegenüber Outlet wettmachen

«PIRMASENS.» Streit hat es im Pirmasenser Stadtrat um bis zu 40 verkaufsoffene Sonntage für die künftige „Schuhstadt“ gegeben. Die Linke hatte beantragt, die Zahl offener Sonntage anfangs auf 15, später auf zehn zu beschränken.
Begründet wurde das mit prekären Arbeitsbedingungen im Einzelhandel. Die grundgesetzlich geschützte Sonntagsruhe werde ausgehebelt. Mit der Sonntagsöffnung könne Pirmasens „endlich einen Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Zweibrücker Outlet und der Hauensteiner Schuhmeile ausgleichen“, wo an weit mehr als vier Sonntagen im Jahr offen sei, meinte hingegen Erich Weiss (CDU). Weiss, der auch Vertreter des Einzelhandels ist, verwies auf Bemühungen seines Verbandes, Kirchen oder Gewerkschaften zur Klage gegen die Sonntagsöffnung in Hauenstein oder Zweibrücken zu motivieren. Der Handel habe Kirchen und Gewerkschaften sogar versprochen, die Kosten für eine Klage zu übernehmen. Doch beide Kirchen wie auch die Gewerkschaften hätten abgelehnt, da sie Mitgliederaustritte befürchten, erläuterte Weiss. Er betonte, dass sich der gesamte Einzelhandel über das Projekt „Schuhstadt“ freue. Der Antrag wurde abgelehnt, nur die zwei Linke-Fraktionsmitglieder stimmten dafür.