Rheinpfalz Vater der Gleitschirmflieger am Höllenberg

Der kürzlich verstorbene Politiker Heiner Geißler aus Gleisweiler gehörte vor 25 Jahren zu den Gründervätern des Gleitschirmflie
Der kürzlich verstorbene Politiker Heiner Geißler aus Gleisweiler gehörte vor 25 Jahren zu den Gründervätern des Gleitschirmflieger-Clubs. Am 9. Mai 2002 nahm er mit Verbandsbürgermeister Adolf Wieser, Ortschef Gerhard Christmann und dem Landtagsabgeordneten Alexander Fuhr (von links) auf der »Langen Namen« den Start- und Landeplatz in Betrieb.

Die Hauensteiner „Flugpioniere“ Stefan Seibel, Wolfgang Seibel und Peter Jung waren gemeinsam mit dem kürzlich verstorbenen Politiker Heiner Geißler dabei, als vor nunmehr 25 Jahren der Gleitschirmflieger-Club gegründet wurde. Die Gleitschirmflieger können von insgesamt sechs Bergen abheben, auch vom Höllenberg bei Spirkelbach.

Heiner Geißler war uns damals schon in Freundschaft verbunden und zu einer väterlichen Führungsfigur geworden. Seine gemeinschaftsbildende Vision ist uns auch über seinen Tod hinaus Beispiel und Vorbild geworden“, meinte dieser Tage der Hauensteiner Peter Jung. Jung war bei der Gründung des Clubs vor einem Vierteljahrhundert dabei und ist heute noch aktives Mitglied des Vorstandes der über 200 Mitglieder starken Gemeinschaft, deren Aktive aus der Südwestpfalz von Rodalben über Hauenstein und der Südpfalz bis nach Haßloch in der Vorderpfalz kommen. Sie nennen sich in der Verbundenheit mit ihrem Gleitschirmsport auch „Duddelfliecher“ und sind stolz auf ihre 25-jährige Geschichte, die auch die Handschrift ihres Sportfreundes Heiner Geißler trägt. Dessen Engagement und Einfluss haben dafür gesorgt, dass der Verein heute über Startplätze auf sechs Bergen der Südwestpfalz und der Südpfalz verfügt, die gute bis ideale Windvoraussetzungen für diesen Sport bieten. „Ohne Heiner Geißler hätten wir unseren heimischen Startplatz auf Spirkelbacher Gemarkung auf dem südwestlichen Teil des Höllenbergs nie geschaffen“, sagt der Hauensteiner Christoph Fath (49), der ebenfalls große Verdienste um die Verwirklichung des Startplatzes Höllenberg hat. Dieser gibt die schönsten Blickwinkel in den östlichen Teil der Schuhgemeinde und das weite Rund der Wasgauberge in Richtung Dahner Felsenland frei. Fath erinnert sich mit großer Dankbarkeit an Heiner Geißler, der den südwestpfälzischen Gleitschirmfliegern geholfen hat, den Höllenberg bei Spirkelbach zum neuen Startplatz zu machen. Es sei ein langes Ringen mit dem Forst, den Eigentümern und der Ortsgemeinde Spirkelbach gewesen, den Höllenberg „durchzusetzen“. Die Moderations- und die Mediationskunst von Heiner Geißler, der selbst am Pfingstsonntag 2001 zu einer wichtigen Vorentscheidung nach Hauenstein ins Verbandsgemeinderathaus gekommen sei, habe schließlich zu einem guten und erfolgreichen Ende verholfen. Es dauerte noch ein ganzes Jahr, bis eine für alle annehmbare Lösung mit Benutzersatzung erarbeitet und der Startplatz in einer Schneise von 100 auf 150 Meter zu einem idealen Absprungplatz hergerichtet war. Ein Festtag war dann der 9. Mai 2002, als einige tausend Gäste auf der schon zu Segelflugzeiten bekannten Gewanne „Langen Namen“ den neuen Startplatz gebührend feierten. Im Rahmen eines großen Flugtages nahm Schirmherr Heiner Geißler, der auch noch im hohen Alter ein begeisterter Gleitschirmflieger war, in einer launigen Rede den Höllenberg damals mit dem „Hausherrn“, dem kürzlich verstorbenen Ortsbürgermeister von Spirkelbach, Gerhard Christmann, und vielen Festgästen in Betrieb.

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