Rheinpfalz Unternehmen kauft ehemalige Silicon-Wasgau-Fläche

Die Fläche rechts neben dem Feuerwehrzentrum in Lemberg wird zurzeit gerodet. Eine Unternehmen aus der Vorderpfalz will seinen S
Die Fläche rechts neben dem Feuerwehrzentrum in Lemberg wird zurzeit gerodet. Eine Unternehmen aus der Vorderpfalz will seinen Sitz hierher verlegen, wie Bürgermeister Heinrich Hoffmeister informierte.

Im Industriegebiet an der K36 in Lemberg wird sich ein neuer Betrieb niederlassen. Die einst für die Silicon Wasgau vorgesehene Fläche wurde an ein Unternehmen aus der Vorderpfalz verkauft, das seinen Firmensitz nach Lemberg verlegen will, wie Bürgermeister Heinrich Hoffmeister am Donnerstag im Gemeinderat informierte.

Den Namen des Unternehmens konnte Hoffmeister noch nicht nennen. Die Firma ist aber in Lemberg keine Unbekannte. Auf dem Gelände der früheren Belmoda-Schuhe habe der Firmeninhaber schon früher Waren eingelagert. Das Unternehmen sei im Handel tätig und werde den Firmensitz von der Vorderpfalz nach Lemberg verlegen, so Hoffmeister. In der Vorderpfalz sei kein Gelände zu diesem Preis zu bekommen, nannte Hoffmeister als Grund für den Umzug. Die 24.000 Quadratmeter große Fläche an der K36 hatte Investor Jörg Meinke 2012 gekauft, um für die Silicon Wasgau Betriebsgebäude zu errichten, in denen Container mit Rechenzentren konfektioniert worden wären. Diese wären dann vom Industriegebiet in den Hochsicherheitsbunker unter dem Ariusberg bei Ruppertsweiler gebracht worden. Aus dem Projekt wurde allerdings nichts. Die Silicon Wasgau stellte Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Seitdem versuchte ein Luxemburger Insolvenzverwalter, das Gelände zu verkaufen. Das ist jetzt gelungen. Aktuell wird die Fläche wieder gerodet. 2012 war dies auch schon geschehen, der Bereich ist aber zwischenzeitlich wieder zugewuchert.

Projekt mit Netto nicht abgesagt

Das frühere Belmoda-Gelände am Weiher indes scheint schwieriger zu vermarkten als gedacht. Ein Investor, der dort einen Netto-Markt errichten wollte, stößt auf Probleme wegen der Abmessungen des Neubaus. Discounter wie Netto hätten genaue Vorstellungen, wie die Märkte einzurichten seien, was bestimmte Maße voraussetze, erläuterte Hoffmeister in der Ratssitzung. „Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die von ihren Standards abweichen“, so Hoffmeister. Der Investor habe noch keinen Vertrag mit Netto und verhandele weiter. Das Projekt sei nicht abgesagt, wie derzeit im Dorf gemunkelt wird. In der Ratssitzung wurden diverse Aufträge vergeben. Unter anderem wurde der Kauf von LED-Leuchten für die Straßenbeleuchtung in der Annexe Kettrichhof beschlossen. 47.000 Euro kosten die Leuchten. In der Hauptstraße in Lemberg wird der Gehweg im Bereich des Café Faass für 13.500 Euro erneuert. Außerdem wird ein neuer Anhänger für den Bauhof zum Preis von 2800 Euro angeschafft. Der Rat genehmigte die Aufnahme von Krediten über insgesamt 1,5 Millionen Euro, die für den Neubau des Protestantischen Kindergartens nötig sind.

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