Eisenberg Undichte Dachlandschaft

91-86186120.jpg

Das Dach der protestantischen Kindertagesstätte in Eisenberg muss komplett saniert werden. Der Kostenrahmen für die Arbeiten wurde von einem Architekten auf rund 180.000 Euro geschätzt.

Die Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung habe aber „nur“ 100.000 Euro angespart, was bedeute, dass die 80.000 Euro zusätzlich aufgebracht werden müssen, erklärt Pfarrer Karl-Ludwig Hauth auf RHEINPFALZ-Anfrage. Die Kosten seien deshalb so hoch, weil die Kindertagesstätte von einer „wahrhaften Dachlandschaft mit vielen Schrägen, Anschlüssen und Neigungen“ bedeckt sei, erläuterte Hauth. Vor diesem Hintergrund ist die protestantische Kirchengemeinde besonders froh über eine Spende des Lions-Club Grünstadt/Eisenberg in Höhe von 2500 Euro. Der Club stellt den Betrag aus dem Erlös des diesjährigen Adventskalenderverkaufs für die Dachreparatur der Kindertagesstätte zur Verfügung, teilt Albert Boßmann vom Lions-Club mit. „Wir freuen uns sehr über diese Spende“, sagt Pfarrer Hauth, „denn jeder Euro zählt für unser Vorhaben“. Die Sanierung sei dringend erforderlich, so Hauth weiter, da es an vielen Stellen durchregne. Mit unterschiedlichen provisorischen Maßnahmen werde das Dach seit rund sieben Jahren „einigermaßen dicht“ gehalten. Vor zwei Jahren gab es an mehreren Stellen Wassereinbrüche und mit einer 5000 Euro teuren „Notoperation“, so Hauth, wurden die alten Dachgauben auf der Südseite des Gebäudes abgedichtet. Jetzt müsse das Problem aber endlich grundsätzlich angepackt werden, darüber sind sich die Gremien der Kirchengemeinde einig. Obwohl wie bei kommunalen Kindertagesstätten ein Großteil der Kosten aus allgemeinen Steuermitteln bezahlt wird, sind laut Hauth die Träger einer solchen Einrichtung für einen Teil der Finanzierung zuständig. Dass trotz der zu stemmenden Summen die protestantische Kirchengemeinde ihre seit 116 Jahren bestehende Kindertagesstätte behalten will, wird mit der gesellschaftspolitisch wichtigen Aufgabe begründet, den Kindern „eine profiliert religiöse, christliche Erziehung zu ermöglichen“. Wichtig in diesem Zusammenhang sei, und darauf weist die Kirchengemeinde immer wieder hin, dass selbstverständlich nicht nur evangelische Christen aufgenommen werden, sondern seit vielen Jahren auch zahlreiche Eltern, die nicht zur protestantischen Kirche gehören, ihre Kinder der Einrichtung anvertrauen. Obwohl die Kirchengemeinde als Kita-Trägerin voller Vertrauen auf weitere Hilfen durch staatliche und kommunale Stellen hoffe, so Pfarrer Hauth, seien diese Möglichkeiten durchaus beschränkt. Die Stadt Eisenberg helfe jedoch, wo sie könne, betont er die gute Zusammenarbeit mit der Kommune. Trotzdem sei die Dachsanierung ohne zusätzliche Spenden nicht zu stemmen. Info IBAN des Spendenkontos bei der Sparkasse Donnersberg: DE23 5405 1990 0001 1006 50, Stichwort „Kita-Dach“.

91-86186129.jpg
Mehr zum Thema
x