Rheinpfalz Trulber Brunnen bleibt als Notversorgung

Die Entscheidung zum Brunnen des Wasserwerks Trulben ist gefallen. Schon mehrfach ausführlich diskutiert, fand sich der Punkt nicht ausdrücklich auf der Tagesordnung des Werksausschusses Pirmasens-Land am Mittwoch wieder. Nachdem die SPD-Fraktion dies moniert hatte, wurde die Tagesordnung erweitert. Bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen sprach sich der Ausschuss für den Erhalt des Brunnens aus.
Eine ausgiebige Aussprache ließ Verbandsbürgermeisterin Silvia Seebach vor der Abstimmung nicht mehr zu. Es gebe Argumente dafür, aber auch dagegen. Doch das Schreiben des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung zur Integration des Brunnens in das Netz als „Notbrunnen“ ist laut Seebach sozusagen eine „Auflage“. Um diese zu erfüllen, müssen nach einer Kostenschätzung 74.000 Euro investiert werden. Begonnen hatte die Sitzung mit Auftragsvergaben für die Wasserverbundleitung Hochstellerhof Richtung Imsbacherhof. Für die drei Lose legte die Firma Küntzler aus Waldfischbach-Burgalben jeweils das günstigste Angebot vor. Für die Strecke vom Hochstellerhof bis zum Aussiedlerhof Wilhelm lag das Angebot bei 536.357 Euro, von dort bis zum Imsbacherhof bei 331.000 Euro und vom Aussiedlerhof Wilhelm zum Hochbehälter Eppenbrunn bei 195.000 Euro. Für die Wasserverbundleitung bedarf es Druckminderstationen auf dem Imsbacherhof beziehungsweise beim derzeitigen Wasserwerk Trulben zum Anschluss an die vorhandenen Versorgungsnetze. Einstimmig wurde die öffentliche Ausschreibung beider Stationen samt Leitungsverlegung und Einbindung des Brunnens Trulben zur Notversorgung beschlossen. Ebenfalls einstimmig erhielt die Firma Euronovia aus Neunkirchen zwei Aufträge für die Arbeiten beim Ausbau der Potaschtalstraße in Salzwoog. Die Erneuerung der Kanalhausanschlüsse wird 147.000 Euro kosten, die Erneuerung der Wasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse 92.000 Euro. Die Stadtwerke Pirmasens erhielten einstimmig den Auftrag für die Erneuerung der Niederspannungsverteilung für den Stromanschluss des Wasserwerks Schelermühle (11.432 Euro). Losgehen kann es nach Jahrzehnten mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Hilst. Den Anfang machen die Verbandsgemeindewerke, wozu der Ausschuss einstimmig drei Aufträge erteilte. Den Niederschlagswasserkanal baut die Firma Müller & Co. aus Enkenbach-Alsenborn für 574.000 Euro. Sie erhielt auch den Auftrag für die Wasserleitung inklusive Hausanschlüsse (494.000 Euro). Den Auftrag für das Versickerungsbecken ging an die Firma Theisinger & Probst, Pirmasens, für 150.000 Euro. Für 5000 Euro soll die PCE Process Control Engineering GmbH aus Kaiserslautern untersuchen, wie die Umstellung der vorhandenen Technik auf das neue System der Telekom im Bereich der Fernwirktechnik der Werke möglich ist. Abschließend informierte der technische Werkleiter Roman Littig, dass der Neubau des Wasserwerks Schelermühle bereits winterfest sei. Der Estrich sei verlegt, nun folgen die Fliesen. Ende Januar gehe es an den Einbau der Maschinen, im Frühjahr an die Außenanlage. Begonnen sei der Bau der Wasserleitung von der Kläranlage Trualb zur Schweixer Mühle. Die beauftragte Firma arbeite zügig. Beim ersten Bauabschnitt in Trulbens Straße Im Brühl seien die Werke mit Wasser-, Kanal und Hausanschlüssen derzeit außen vor, da im Moment Bordsteinarbeiten liefen.