Rheinpfalz Trotz Asphaltierung Freigabe erst nächstes Jahr

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Auf der B 10 zwischen Walmersbacher Kuppe und Hinterweidenthal gehen die Bauarbeiten in eine finale Phase – scheinbar. Der Asphalt wird zwar auf dem 1,8 Kilometer langen Teilstück bereits aufgetragen, doch bis zur Freigabe des vierspurigen Streckenabschnitts wird es noch bis nächstes Jahr dauern, vielleicht sogar bis Ende 2015.

Yvonne Lederer, die stellvertretende Leiterin des Landesbetriebs Mobilität in Speyer, verweist auf noch nötige Erdarbeiten im Bereich der künftigen Anschlussstelle Salzwoog/Hinterweidenthal. Der Berg ist noch nicht entsprechend abgetragen und neu modelliert, um die künftige Fahrbahn aufzunehmen. Allein die Erdarbeiten werden laut Lederer bis Ende diesen Jahres dauern, dann wird der Kanal gelegt und erst danach könne mit den Tragschichten und dem Asphalt in diesem Bereich begonnen werden. Alles Arbeiten, die Zeit benötigen. „Wir sind bestrebt, die Arbeiten soweit voranzubringen, dass der Streckenabschnitt von der Walmersbacher Kuppe bis zur neuen Anschlussstelle spätestens zum Jahreswechsel 2015/2016 genutzt werden kann“, teilte Lederer auf Anfrage mit. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Derzeit werde die Frostschutzschicht, Ergänzungen zur Regenwasserableitung und der erste Teil des Asphaltpakets für die spätere B 10 aufgetragen. Dafür sind bis zu 35 Arbeiter auf der Baustelle im Einsatz. Die Arbeiten befänden sich im vom Landesbetrieb anvisierten Zeitplan. Während auf der künftigen Straße noch einiges zu tun ist, bevor das erste Auto über die vierspurige Strecke düsen darf, ist die „Wildautobahn“, die an der Walmersbach die B 10 quert, schon fertig und wird fleißig von Tieren genutzt, wie Lederer versichert. Belege dafür finden sich in Form von Exkrementen, die auf der Wildbrücke zu finden sind, und auf Aufnahmen von Kameras, die auf der Brücke bereits in Betrieb seien. Die Vorbereitungen für ein „Monitoring“ durch Wildökologen liefen auch schon an, womit die Auswertung der Kameraaufnahmen für Studien zur Wildwanderung gemeint sind. Die Wildbrücke wurde extra an einer Stelle errichtet, wo ein Wildwanderweg mit europäischer Dimension verläuft und der die Region der Vogesen mit den nördlicheren Landesteilen verbindet. Während normale Wildpfade kaum breiter als einen halben Meter sind, war an der Stelle ein Wildpfad von bis zu zwei Metern Breite zu finden. Um Unfälle mit den Tieren auf der vierspurigen Strecke zu vermeiden und auch um Populationen nicht zu trennen, wurde deshalb die Wildbrücke mit eingeplant. Ganz fertig sei die Wildbrücke aber noch nicht. Es fehlten noch Wildschutzzäune, die Tiere sicher zur Brücke lenken und eine Querung an anderen Stellen verhindern. Außerdem müsse das Monitoring auch noch justiert werden, erklärt die stellvertretende LBM-Chefin. „Bereits zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich belegen, dass die Wildbrücke angenommen wird.“ Deshalb bittet Lederer Spaziergänger, Wanderer und Fahrradfahrer, die Grünbrücke nicht zu betreten, um das sich gerade einspielende „Querungsverhalten“ der Tiere nicht zu stören. (kka)

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