Eisenberg Technik hinterlässt Eindruck

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In Begleitung von 20 jungen Leuten, die sich in der Phase der beruflichen Orientierung befinden, hat Gerda Gauer von „Job aktiv“ am Donnerstagvormittag die Greiner Schaltanlagen GmbH in Kerzenheim besucht. Nicole Heilmann, im Unternehmen verantwortlich für Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit, und Ausbildungsleiter Martin Tisch zeigten den potenziellen Bewerbern, welche Aus- und später auch Weiterbildungsmöglichkeiten die Greiner GmbH zu bieten hat.

Gemeinsam mit weiteren Kollegen und Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr, verschafften Heilmann und Martin einen umfassenden Überblick über das Unternehmen, das vorwiegend für die Chemie- und Petro-Branche Nieder- und Mittelspannungsschaltanlagen baut. Dies geschehe mit derzeit rund 110 Mitarbeitern an zwei Standorten: in Kerzenheim und in Schwarzheide in Brandenburg. „Die Produktion in Schwarzheide wurde aufgenommen, da uns die BASF darum gebeten hat. Der Chemiekonzern gehört zu unseren großen Kunden“, erklärte Heilmann. Greiner liefert weltweit Schaltanlagen und montiert diese teilweise auch vor Ort. 1954 wurde das Unternehmen, das mittlerweile von der dritten Generation geführt wird, als Elektroinstallationsbetrieb gegründet. Mit dem Bau von Schaltanlagen hat die Greiner GmbH 1961 begonnnen, seit 1965 ist das Unternehmen am Standort in Kerzenheim tätig, seit 1991 in Schwarzheide. 1993 wurde damit begonnen, mechanische Komponenten der Schaltanlagen zu fertigen. 1998 musste das Unternehmen seine Produktionsfläche erweitern, 3800 Quadratmeter sind hinzugekommen. Der Umsatz im Jahr 2015 betrug gemäß den letzten im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftszahlen rund 15 Millionen Euro. „Seit 2000 produzieren wir unter dem Markennamen Genimod in so genannter Schubladentechnik Schaltanlagekomponenten, die unter Spannung ausgetauscht werden“, erläuterte Heilmann. Neuestes Kind in der Greiner-Familie ist Comexio, ein Unternehmenszweig, der sich mit der Gebäudetechnik und deren Steuerung via Smart-Phone beschäftigt. Beeindruckt zeigten sich die jungen Besucher von den vielseitigen Techniken, die im Werk in Kerzenheim verwendet werden: von der Schneidetechik mit dem Hochleistungslaser oder mit Hochdruck-Wasserstrahl-Technik ebenso wie von der vollautomatischen CNC-Stanze, die Blechteile zuschneidet. Greiner stellt als Auszubildende aktuell vier Elektriker, zwei Metallbauer, einen technischen Systemplaner und einen Fachlageristen ein. „Die Stellen sind noch nicht alle vergeben, Bewerber haben durchaus noch Chancen“, so Ausbildungsleiter Martin Tisch auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Für Comexio werden auch Fachinformatiker gesucht. Grundvoraussetzungen für Elektriker sind allerdings gute Kenntnisse in Mathematik. Englisch-Grundkenntnisse helfen ebenfalls, da immer mehr Pläne und Anleitungen auch in englischer Sprache im Unternehmen verwendet werden. Das wichtigste bei der Ausbildung sowohl zum Elektriker als auch zum Metallbauer sei, dass die jeweils 13 Themenfelder, die im Lauf der Ausbildung bewältigt werden müssen, alle aufeinander aufbauen. Techniken, die nicht im Betrieb erlernt werden – das ist bei den Metallbauern beispielsweise der Umgang mit stärkeren Materialien, weil Greiner nur Bleche bis zwei Millimeter Dicke verarbeitet – werden durch externe Schulungen vermittelt. Unter den 20 Besuchern bei Greiner waren auch drei junge Frauen: Nina Roos will unbedingt Bürokauffrau werden, ein Beruf, den Greiner aber erst 2018 wieder ausbilden wird. Stark interessiert am Elektrikerberuf zeigte sich Emilia Ivan: „Ich suche berufliche Alternativen, und die nötigen Noten in Mathematik hätte ich für Elektriker auch, das könnte mir gefallen.“ Viktoria Hemmel hingegen ist noch unentschlossen: „Ich weiß noch nicht, was ich machen will, das war in jedem Fall mal ein Einblick in ein anderes Arbeitsumfeld“, sagte sie.

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