Rheinpfalz Tanznachwuchs mit technischem Geschick
Schrauben, werfen und geschickt jonglieren statt Tanzschritte einzuüben, das war beim Bezirksjugendtag in Herschberg von den Gardetänzerinnen gefordert. Über 130 von ihnen aus sieben Karnevalsvereinen der Westpfalz waren mit ihrem Anhang auf die Sickingerhöhe gekommen, um an der achten fröhlichen Jugend-Olympiade teilzunehmen.
Auch drei mutige Jungs hatten sich unter die vielen Mädels gemischt, um in 21 Mannschaften mit jeweils sechs Mitspielern Punkte zu sammeln und vielleicht einen Pokal zu gewinnen. Die Jüngsten der Jugendgarden waren sechs und sieben Jahre alt und entwickelten oftmals einen erstaunlichen Ehrgeiz, während es die Junioren zwischen elf und 15 Jahren weitaus lockerer angingen und in erster Linie Spaß an den Wettkämpfen hatten. Wegen der Unwetter wurde kurzfristig umdisponiert: Statt die Wettbewerbe im Freien auszutragen, wurden sie in der Halle verlegt. Es wurde dann etwas eng, aber dank guter Organisation lief alles reibungslos und ohne Zwischenfälle ab. Neben allseits bekannten Spielen wie „Blinde Kuh“ oder Dosenwerfen gab es auch neue Wettkämpfe. Beim „Spiel mit Muttern und Schrauben“ konnten die Mädchen technisches Geschick beweisen. Vertrackt war die Sache mit der „Wendeplane“, einem Stoffteppich, der von oben nach unten gedreht werden musste, während fünf Mitspieler darauf standen. Beim Quiz waren die Fragen natürlich den Altersgruppen angepasst. Viel Freude hatten alle beim „Erste-Hilfe-Spiel“, wobei ihnen eine Ausbilderin erläuterte, wie sie ihre Betreuerin in eine „stabile Seitenlage“ bringen können, was dann sogar den Jüngsten gelang. Veranstaltet wurde der Jugendtag vom Arbeitskreis der Bezirksjugend Westpfalz in der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine unter Leitung von Sabrina Burkhart. Sie zeichnete auch zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden Peter Schwiewager die Sieger und Platzierten aus. Bei der Jugend siegte ganz knapp der Carneval- und Unterhaltungsverein Landstuhl vor „Rot-weiß“ Kaiserslautern. Bei den Junioren hatten die „Bruchkatzen“ aus Ramstein die Nase vorn vor dem CUV Landstuhl. Die örtlichen Herschberger Narren konnten sich in beiden Gruppen über den dritten Rang freuen. (uwa)