Rheinpfalz Streitschlichter, Dolmetscher, Mediator

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In der Katholischen Kirche ist am Sonntag der Don-Bosco-Preis verliehen worden. Das Dekanat Kusel und der Bund der Katholischen Jugend Kusel ehren damit Jugendliche, die sich im katholischen Religionsunterricht sowie in ihren Schulen und Gemeinden besonders engagieren. In diesem Jahr gibt es elf Preisträger. Gleich neun von ihnen kommen vom Gymnasium Kusel.

Klassenpate in der Fünften, Streitschlichter, Schulsanitätsdienst, Ruanda-AG – Preisträger ist an vielen Stellen der Schulgemeinschaft am Gymnasium Kusel präsent. Dem 18-Jährigen aus Breitenbach ist es wichtig, sich sozial zu engagieren. Deshalb freue er sich auch über die Auszeichnung. Sein Glaube, sagt er, sei ihm wichtig, „aber es dreht sich nicht alles darum“. aus Schönenberg-Kübelberg hat ägyptische Wurzeln und ist koptisch-orthodoxer Christ. Das sei „fast das Gleiche“ wie katholisch, sagt er. Der 18-Jährige begeistert sich für Sport und spielt mit dem Gedanken, Lehrer für Sport und Mathematik zu werden. An seiner Schule, dem Gymnasium Kusel, unterstützt er die ägyptischen Flüchtlingskinder, die seit einiger Zeit am Unterricht teilnehmen. Als Dolmetscher übersetzt er vom Arabischen ins Deutsche und vermittelt zwischen den Schülern und der Schulleitung. Die Schulgemeinschaft mitzugestalten, das ist für aus Kusel sehr wichtig. Die 17-Jährige ist seit vergangenem Herbst Schülersprecherin am Gymnasium Kusel. „So kann ich mehr erreichen und eigene Ideen umsetzen.“ Religion spiele für sie nur im Schulunterricht eine Rolle. Dort habe sie gelernt, dass es wichtig sei, Dinge für andere zu tun. Es drehe sich nicht immer alles um einen selbst, meint sie. Ihr nächstes Projekt ist der Benefizball der Schule. Der Erlös geht an das Kinderhaus in Ruthweiler. Ihr Mitschüler engagiert sich hingegen vor allem in seinem Heimatort Brücken. Dort hat er die CDU-Jugendgruppe mitgegründet. Gemeinsam habe man den Kindergarten in Brücken renoviert. „Wir haben gestrichen und das Dach gedämmt“, erzählt er. Der 18-Jährige spielt Schlagzeug in einer Band und hat auch schon Gottesdienste musikalisch mitgestaltet. Musik steht auch bei aus Herschweiler-Pettersheim hoch im Kurs. Der 18-Jährige spielt gleich drei Instrumente: Klavier, Geige und Posaune. Bei Schulveranstaltungen des Gymnasiums Kusel wirkt er regelmäßig als Musiker mit. „Ich war total überrascht, als der Brief kam. Niemand hatte mir gesagt, dass ich vorgeschlagen wurde“, meint er, als er auf den Don-Bosco-Preis angesprochen wird. Früher sei er jeden Sonntag in die Kirche gegangen, erzählt er. Jetzt habe er oft keine Zeit mehr. „Man kann auch gläubig sein, ohne in die Kirche zu gehen“, davon ist überzeugt. Der 18-Jährige lebt ebenfalls in Herschweiler-Pettersheim und besucht wie die anderen Preisträger des Gymnasiums Kusel die zwölfte Klasse. Er ist in der Streitschlichtung aktiv und hilft in der Ruanda AG aus. Studieren will er auf jeden Fall. Ob er Künstler wird oder doch einen technischen Beruf erlernt, muss er noch entscheiden. aus Freisen hingegen will sich „nicht auf eine Kirche versteifen: In meiner Familie wurde das nie so eng gesehen“, erzählt sie. Die 18-jährige Gymnasiastin findet die Ökumene wichtig und schätzt die Vielfältigkeit von Glauben. Als Kind war sie in der Kinderkirche, später in der Kirchenjugend. Besuche bei evangelischen oder ökumenischen Kirchentagen sind für sie keine Seltenheit. Nach der Schulzeit, verrät sie, will sie vielleicht zur Polizei gehen. engagiert sich in seiner Kirchengemeinde in Freisen als Messdiener und Lektor. Am Gymnasium Kusel ist er Streitschlichter. Und zukünftig? Nach dem Abitur will er Jura studieren. Danach soll es in die Wirtschaft oder die Politik gehen. Da ist es wenig verwunderlich, dass der 18-Jährige seine ersten Wahlen am 25. Mai kaum erwarten kann. Er freut sich über den Don-Bosco-Preis: „Es ist schön, dass andere bemerken und anerkennen, was man macht.“ Sein Kollege bei den Streitschlichtern, , wurde ebenfalls ausgezeichnet. Gemeinsam hätten sie schon andere Schüler als Streitschlichter ausgebildet, erzählt der 17-Jährige, der in Thallichtenberg lebt. Auch sonst engagiert er sich in der Schulgemeinschaft: Er ist in der Ruanda-AG, der Radio-AG und seit fünf Jahren Klassenpate für Fünftklässler. Für ihn sind Glaube und christliche Werte wichtig. „Er regelt das Zusammenleben und lehrt Respekt gegenüber anderen“, meint er. besucht die zehnte Klasse der Realschule plus in Wolfstein und hat sich über die Auszeichnung doch etwas „gewundert“. Die Schülersprecherin arbeitet gerade an einem neuen Projekt. Ihre Schule soll „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden. Auch wenn sie keine Messdienerin mehr ist, besucht 16-jährige regelmäßig die Gottesdienste in Wolfstein. „Mein Glaube ist mir sehr wichtig, weil ich so erzogen worden bin“, sagt sie über sich selbst. Für aus Körborn war die Preisverleihung ein Heimspiel. Der 18-Jährige ist in der Kuseler St.-Ägidius-Gemeinde Messdiener und Lektor. Jugendfreizeiten und die Sternsinger werden auch von ihm betreut. An seiner Schule, der Freien Waldorfschule Saar-Hunsrück in Walhausen, ist er in der Schülervertretung tätig und hat dort eine Mediatorenausbildung absolviert. Zum Don-Bosco-Preis sagt er: „Cool. Es ist schön, dass mein Engagement innerhalb und außerhalb der Gemeinde geschätzt wird.“

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