Rheinpfalz
Straßenausbau in St. Julian führt zu Problemen im Nachbarort Glanbrücken
Die Einwohnerfragestunde hat in der voraussichtlich letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Kommunalwahl die meiste Zeit beansprucht. Grund für die zum Teil auch emotional geführten Gespräche war hauptsächlich die Verkehrssituation im Ort wegen des Straßenausbaus in der Nachbargemeinde St. Julian.
Zwar ist die ausgewiesene Umleitungsstrecke, die am Kerweplatz vorbeiführt, nur für Autos gedacht, sie werde aber häufig auch von Lastwagen benutzt. Ebenfalls häufig zu beobachten sei, dass schwere Fahrzeuge die Sperrung auf der Bundesstraße ignorieren und dann teils waghalsige Wendemanöver vollführen. Angesprochen wurde auch die Frage, wie die Kerwe am ersten Augustwochenende sicher über die Bühne gebracht werden könne.
Ein weiterer Punkt, den die Bürger ansprachen, waren die Ölflecken auf dem Kerweplatz. Es gibt Vermutungen über potenzielle Verursacher, die Ortsbürgermeister Guido Hablitz persönlich ansprechen will.
Schließlich gab es auch noch Nachfragen, wie mit den bei der sicherheitstechnischen Überprüfung des Spielplatzes festgestellten Mängeln verfahren wird. Drei Spielgeräte mussten wegen morscher Holzbalken außer Betrieb genommen werden. Am kommenden Samstag ist ein Arbeitseinsatz angesetzt, bei dem der Versuch unternommen wird, die Mängel in Eigenleistung zu beheben.
Ja zu Forstzweckverband
Auch wenn es kritische Stimmen zu den Plänen gibt, einen Forstzweckverband zur Vermarktung von Holz aus dem Gemeindewald zu gründen, hat der Gemeinderat dem zugestimmt. Bedenken wegen eines Verlusts der kommunalen Souveränität wurden laut. Ohne Probleme ging allerdings die Einleitung eines Forsteinrichtungswerkes über die Bühne. Damit wird auf Grund einer detaillierten Bestandsanalyse festgelegt, welche Maßnahmen mittel- und langfristig bei der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes zu ergreifen sind. Einmütig fiel das Bekenntnis zum Verbleib bei der staatlichen Beförsterung aus.