Eisenberg Stichwort: Adolph Kolping

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Adolph Kolping war ein Sozialreformer der ersten Stunde, volksnaher Seelsorger, Publizist und Wegbereiter der katholischen Sozialbewegung. Er wurde am 8. Dezember 1813 als viertes von fünf Kindern einer armen Schäferfamilie in Kerpen geboren und kam als 18-jähriger Geselle nach Köln. Er kannte folglich das geistige und soziale Elend der Arbeiter und Handwerker nur zu gut. Aus einfachsten Verhältnissen stammend musste er als Schuhmacher sein Dasein fristen und wie tausende anderer Gesellen von Ort zu Ort ziehen. Mit 22 Jahren beschloss er Priester zu werden. Als Kaplan wurde er in die Industriestadt Elberfeld bei Wuppertal geschickt. Dort fand er mit Entsetzen genau das Milieu wieder, dem er entronnen zu sein glaubte. Die Arbeiter seien zu Sklaven der Fabriken verkommen. Solche Sätze hätten von Karl Marx stammen können, der zur selben Zeit mit Friedrich Engels in Elberfeld und Köln Tausende von Anhängern um sich scharte. Wieder zurück in Köln gründete Kolping 1849 den Gesellenverein, eine Art Selbsthilfeorganisation, die wandernden Handwerkern Halt und Unterstützung geben sollte. Die Gesellenvereine wurden vom Papst anerkannt. Als Rektor der Minoritenkirche in Köln starb er am 4. Dezember 1865. Bei seinem Tod gab es bereits fast 200 Ortsvereine seiner Bewegung mit 25.000 Mitgliedern in Europa und den USA. Das Kolpingwerk ist heute in 30 Ländern vertreten und hat über 350.000 Mitglieder. In Deutschland gibt es mehr als 2600 Kolpingfamilien mit über 260.000 Mitgliedern. Kolping wurde 1991 selig gesprochen. |gi/Foto: dpa

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