Rheinpfalz Sprossen erklommen
Alle Zeit der Welt hat Alina Stephan, ihr prominentes Amt als 58. Herschberger Karnevalsprinzessin auszukosten: Eine lange Kampagne wartet auf die 22-Jährige, die wie alle ihre Vorgängerinnen ein Eigengewächs des Vereins ist und nun spannenden Wochen entgegenfiebert.
„Die Inthronisierung war schon aufregend, aber jetzt freue ich mich auf das, was kommt“, meint sie und nennt hierbei als absolute Höhepunkte den Umzug in Ramstein und natürlich die CHN-Prunksitzungen in der Herschberger Bürgerhalle, wo sie beim Heimspiel inmitten des Elferrates einen herrlichen Blick auf ihre Untertanen genießen kann. Dass Alina Stephan schon von Kindesbeinen an auf der Fasnachtsbühne zuhause ist, versteht sich in Herschberg von selbst. Bereits im Kindergartenalter hatte sie ihren ersten Auftritt als Dreikäsehoch in der Minigarde. Die Leiter bis zum Aushängeschild des CHN, der Funkengarde, hat zwar ziemlich viele Sprossen, die sie aber mit Bravour meisterte. In der laufenden Kampagne muss jedoch das Tanzen in den Hintergrund treten, denn das prunkvolle Prinzessinnen-Kleid lässt sich nicht ohne größeren Umstand gegen die Tanzkluft tauschen. „Wir haben in Mannheim sämtliche Brautmodegeschäfte durchgemacht“, erzählt sie lachend von dem Tag, an dem sie gemeinsam mit ihrer Mutter und der besten Freundin auf der Suche nach einem standesgemäßen Outfit war. Alina I. ist zwar Saalstadterin, betont aber: „Ich wohne immerhin in der Herschberger Straße.“ Tatsächlich hat sie auch familiäre Wurzeln im Nachbardorf, denn Opa Egon Müller ist waschechter Herschberger und langjähriger Aktiver im CHN, Mama Carmen tanzte in der Garde der Herschberger Narren. Das Tanzen ist denn auch der Tollität liebstes Hobby, in das sie viel Zeit investiert. Auch ausgiebige Spaziergänge mit ihrem Hund genießt sie in ihrer Freizeit, während sie nach ihrem Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft als Channel Managerin bei Bernd Hummel in Pirmasens einen Beruf gefunden hat, der ihr viel Spaß macht. Ab und zu muss es aber auch mal in die Ferne gehen: „Ich reise sehr gerne. Einfach ins Auto setzen und nach München oder Hamburg fahren – das liebe ich.“