Rheinpfalz Spitzenmäßige Unterstützung für Louis

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Nicht oft wird Hilfsbereitschaft so unmittelbar belohnt wie bei der Benefizveranstaltung am Samstag in Vinningen. Alle Besucher, die zu diesem Comedy-Abend zugunsten des erkrankten sechsjährigen Louis Heber aus Hilst (die RHEINPFALZ berichtete) in die Felsalbhalle gekommen waren, erlebten ein Programm der Spitzenklasse, das mancher Fernsehgala wahrhaftig nicht nachstand. Zum Teil auch aus Karnevalvereinen aus der Westpfalz waren trotz „Fußball-Konkurrenz“ im Fernsehen über 300 Besucher für einen guten Zweck in Vinningen versammelt und durften sich köstlich amüsieren.

Kein Problem hatte der wie immer schlagfertige und witzige Moderator Oliver Sauer („De Molli“), einen Höhepunkt nach dem anderen auf seine spezielle Art anzukündigen. Der Bezirksvorsitzende der westpfälzischen Karnevalvereine hatte sich als Initiator der Aktion der Mitwirkung bekannten Fasnachtsstars und anderer befreundeter Könner ihres Fachs versichert. Ein musikalisches Feuerwerk brannten Melanie, Tabea und Peter Floch aus Kaiserslautern als hoch-musikalische Familie bei mehreren Auftritten ab. Tenor Peter Floch, Ensemblemitglied am Pfalztheater, glänzte unter anderem mit dem Frank-Sinatra-Titel „This is my way“ und zusammen mit seiner Frau Melanie, Hobbysängerin mit toller Stimme, in dem gefühlvollen Duett „Endless Love“ von Lionel Richie. Besonders gefiel auch der englische Originalsong aus dem Musikfilm „Grease“, in Deutschland parodiert unter dem Titel „Du, die Wanne ist voll“. Aufhorchen ließ dann die 13-jährige Tochter Tabea, als sie fast routiniert ein argentinisches Lied mit schöner Stimme zum Besten gab. Nicht weniger beeindruckend war auch die musikalische Vorstellung von Svenja Merker aus Ramstein. Die stimmgewaltige und agile Sängerin ließ sich sogar durch eine kleine technische Panne nicht irritieren. Exzellente musikalische Begleiter waren während des ganzen Abends Julius Messemer und sein Sohn Alexander aus Kaiserslautern. Das Motto „Lachen hilft“ wurde von den Komödianten auf der Bühne, die alle aus der Fasnacht kamen, vortrefflich umgesetzt – und selten hat man ein Publikum derartig oft und anhaltend lachen gehört. Der von mehreren Fernsehauftritten bekannte „Dudi“ Günter Dudenhöffer aus Grünstadt hatte seine Probleme mit den Fahrradklammern beim Radeln am FKK-Strand und erwartete von der Heiratsanzeige einer „Frau mit Stil“, dass sie passende Stühle zu seinem Wohnzimmertisch mit in die Ehe bringen würde. Alle Gags untermalte er mit passenden Liedern zur Gitarre. Ein weiterer Vollblutfasnachter kam mit Oliver Betzer („De Härtschd“) auf die Bühne. Zwerchfellerschütternd seine Rolle als „Opa Härtschd“ am Rollator, für den früher „alles besser war“ und der sowohl mit dem „sprechenden“ Fahrkartenautomaten als auch mit einem „neumodischen“ Navigationssystem seine Schwierigkeiten hatte. Uli Bosle aus Ramstein lästerte als „Spezialischd“ über Ehefrau und Familienleben, wobei ein Besuch der Hauensteiner Schuhmeile eine besondere Rolle spielte. Tobias Paltz alias „Bauer Sepp“ vom FC Felsenland gab mit vielen Stimmvariationen seine kuriosen Einfälle zum Besten, wozu auch die optisch zur Schau gestellte Teilnahme an einem Zumba-Kurs gehörte. Magische Momente vermittelte Magier Andreas Knecht, der sich als großer Könner seines Fachs erwies und bei seinen Tricks mit einem Seil ungläubiges Staunen auslöste. Ein „Gänsehautgefühl“ ergab sich bei den Zuschauern schließlich, als er den kleinen aufgeweckten Louis – Hauptfigur des Abends – an seinen Zaubereien teilhaben ließ. Getanzt wurde auch an diesem Abend, zuerst von den goldigen Minis des CV Pirmasens und dann in einer flotten Schau von den CVP-Starlights. Europameisterlich präsentierte sich die Pirmasenser Gruppe „Speak your mind“ mit einem Hipp-Hopp-Tanz in atemberaubender Schnelligkeit und Perfektion. Mit seinem Lied „Wir sind eine große Familie“ gab Oliver Betzer einem an diesem gelungenen Abend vorherrschenden Gefühl musikalisch Ausdruck. (uwa)

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