Eisenberg Schon bei der Renovierung Bücher bestellt
Nachdem vor kurzem die ehemalige Garamond in Grünstadt unter neuer Leitung und mit anderem Konzept wiedereröffnet wurde, herrscht auch in der am 27. Februar geschlossenen Eisenberger Filiale der einstigen Buchhandlung seit Anfang der Woche wieder Leben. Damit hat die jetzige Inhaberin Andrea Lenz-Zwarg ihre vor wenigen Monaten gegenüber der RHEINPFALZ geäußerten Pläne umgesetzt.
„Die Leute freuen sich riesig“, hat die Unternehmerin aus Wiesbaden festgestellt. Schon während der Renovierung des Lädchens in der Kerzenheimer Straße, die sich Lenz-Zwarg rund 50.000 Euro kosten ließ, seien Bestellungen eingegangen. „Die Menschen in der Pfalz lieben Bücher und haben ein entsprechendes Angebot wirklich vermisst“, erzählt sie. Lesestoff werde weiterhin den Schwerpunkt in ihrem Sortiment bilden, versichert die Geschäftsfrau, die auch Schreibwaren und Geschenkartikel in den Regalen hat. Gegenwärtig wird der Eisenberger Laden, der nun unter dem Namen Paper & Book firmiert, maßgeblich von Uta Jung geführt. Insgesamt hat Lenz-Zwarg zehn Mitarbeiterinnen für beide Niederlassungen eingestellt, darunter eine ehemalige Garamond-Fachkraft. In Wiesbaden hat sie noch vier Angestellte. Auf den Spagat zwischen den drei Geschäften angesprochen, zuckt sie mit den Achseln. Das Konzept, Schul- und Bastelbedarf, Lektüre und Geschenkartikel anzubieten, sei dasselbe, ebenso wie die Lieferanten. In ihrer Wahlheimat Hessen sei sie damit sehr erfolgreich, so die Norddeutsche. Die ersten Wochen in Grünstadt seien auch schon vielversprechend gewesen. „Der Laden wird gut angenommen“, sagt sie. Vorn gibt es Bücher, und im ehemaligen Lager finden die Kunden Schreibwaren. Auf einen zunächst geplanten Durchbruch zur Vereinigung der ursprünglichen Verkaufsfläche mit dem dahinter liegenden Raum hat sie vorerst verzichtet, „weil ich die Wand für Regale brauche“. Im Übrigen sollte man ein Traditionsgeschäft vorsichtig umbauen. „Die Kunden sollen es wiedererkennen können“, meint Lenz-Zwarg. |abf