Rheinpfalz Schiefe Mauer macht Sorgen

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Weisenheim am Berg. Seit über einem Jahr ist der Dorfrundweg um Weisenheim am Berg teilweise gesperrt. Schuld daran ist die Mauer der protestantischen Kirche. Das historische Gemäuer ist an der Nordseite einsturzgefährdet, so dass der Weg hier aus Sicherheitsgründen nicht begehbar ist. Möglichst noch in diesem Jahr soll Abhilfe geschaffen werden.

Zwischen dem ehemaligen Friedhof an der inneren und dem Dorfrundweg an der äußeren Mauerseite besteht ein erheblicher Höhenunterschied. Durch Bestattungen über viele Jahrhunderte kam es zu Erdaufschüttungen auf dem Friedhof, was zu dem unterschiedlichen Niveau führte. Hierdurch hat sich die Kirchenmauer schräg nach außen geneigt und droht einzustürzen. „Um den Dorfrundweg an dieser Stelle freizugeben, müssten 20 Meter der Mauer abgetragen und denkmalgerecht erneuert werden“, erklärt Pfarrer Helmut Meinhardt. Ein Statiker habe die Mauer bereits begutachtet, jedoch sei die Erneuerung mit erheblichen Kosten verbunden. Auf 25.000 Euro schätzt Meinhardt die Gesamtkosten. Diese seien für eine kleine Kirchengemeinde wie Weisenheim am Berg schwer aufzubringen. Trotzdem strebt Meinhardt gemeinsam mit dem Presbyterium eine Sanierung für dieses Jahr an. Die protestantische Kirchengemeinde Bobenheim am Berg stelle dafür ein Darlehen über 10.000 Euro zur Verfügung. Um die restlichen Kosten stemmen zu können, hofft Meinhardt auf etwa zehn Geldgeber, die der Kirche jeweils einen Kredit über 1000 Euro gewähren. Jedes Jahr könnte jeweils einem der Geldgeber der Kredit zurückgezahlt werden. „Das Los entscheidet, wer seinen Kredit zuerst zurück bekommt“, erläutert Meinhardt und hofft, dass der Dorfrundweg bald wieder komplett begehbar ist. (bnh)

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