Rheinpfalz Risikospiel gegen Karlsruhe

In der Zweiten Bundesliga geht es bei Heimspielen des FCK meist ruhig zu. Unter anderen Vorzeichen steht die Partie gegen den Karlsruher SC am Sonntag. 5000 Karlsruher Fans werden erwartet, mehrere hundert Polizeibeamte sind im Einsatz. Das Polizeipräsidium Westpfalz stuft das Aufeinandertreffen als Risikospiel ein und kündigt konsequentes Vorgehen gegen Randalierer an.
Wolfgang Denzer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums, stellt die Partie auf eine Stufe mit Spielen gegen Mainz, Frankfurt oder früher Waldhof Mannheim. ”Ein Derby zweier alter Traditionsvereine mit viel Rivalität und vielen Emotionen”, sagt Denzer, der daran erinnert, dass beim letzten Aufeinandertreffen beider Vereine in Kaiserslautern die Polizei ”einiges zu tun hatte”. Bei dem Abendspiel am 26. September seien viele Karlsruher Fans dagewesen, seitdem hätten sich die Wege der Vereine nicht mehr gekreuzt.
Am Sonntag wird die Partie um 13.30 Uhr angepfiffen, es sei ein Vorteil, dass kein Abendspiel angesetzt sei, sagt Denzer. ”Rivalität ohne Gewalt” soll nach seinen Worten das Motto beim Südwestderby sein, zu dem mehr als 40.000 Zuschauer erwartet werden. Die Polizei appelliert an die Fans, sich von Straftätern und Randalierern zu distanzieren. Das zweite Motto ”Keine Toleranz gegenüber Randalierern” betrifft laut Denzer Körperverletzungen, Bengalos und Vermummungen. Wenn am Sonntag schönes Wetter ist, seien Kapuzen und hochgezogene Schals eindeutig nicht als Schutz vor der Witterung zu interpretieren, betont Denzer.
Insbesondere auf den Fußwegen zum Stadion seien Polizeibeamte unterwegs, erklärt der Pressesprecher weiter. Hintergrund sind die befürchteten Überschneidungen der Fanwege. Es sei beispielsweise nicht auszuschließen, dass Karlsruher Fans über Johanniskreuz anreisen und im Uniwohngebiet parken.
Parallel zu dem Spiel sind am Sonntag Oktoberkerwe und verkaufsoffener Sonntag. Deshalb sei mit größeren Verkehrsbehinderungen zu rechnen, zumal die Parkplätze auf dem Messeplatz wegfallen, sagt Denzer. Er verweist darauf, dass der Löwenburgkreisel ab 11.30 Uhr zumindest zeitweise immer wieder gesperrt wird, vor allem Anwohner sollten sich darauf einstellen. In der Malzstraße als zentralem Fußweg zum Stadion werde ein absolutes Halteverbot eingerichtet, Anwohner sollten ihre Fahrzeuge rechtzeitig wegfahren.
Wegen der erwarteten Verkehrsprobleme appelliert die Polizei an Stadionbesucher, möglichst früh anzureisen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Im Einsatz ist ein Hubschrauber, der den Verkehr und das Geschehen rund ums Stadion aus der Luft überwacht. (dür)