Rheinpfalz Rettung: Feuerwehr hievt Pferd aus eiskaltem Gewässer

Ein Pferd in höchster Not haben Feuerwehrleute, ein Tierarzt und ein Grüppchen beherzter Frauen gerettet. Gemeinsam halfen die Tierfreunde am Sonntagnachmittag einer Stute, die ausgebüxt und dann in ein zugefrorenes Gewässer eingebrochen war. Die Feuerwehr hievte das entkräftete Tier an Land.
Wie die Polizei gestern mitteilte, war am Sonntag kurz nach 13 Uhr Alarm eingegangen, der die Wehren aller Löschbezirke der Gemeinde Oberthal in Bewegung setzte. Ein Pferd war von einem Pferdehof außerhalb der Ortslage Oberthals (Landkreis St. Wendel) ausgebrochen und auf die Eisfläche eines Gewässers geraten. Die dünne Eisschicht brach unter der Last der Stute zusammen. Auf dem Pferdehof auf Gemarkung Osenbach sind laut Polizei mehrere Reittiere in Stallungen sowie auf einem Freigelände untergebracht. In unmittelbarer Nähe liegt der Weiher, der größtenteils zugefroren ist. Wie die Stute ausbrechen und aufs Eis geraten konnte, ist nicht bekannt. Jedenfalls war das Tier gut fünf Meter vom Ufer entfernt eingebrochen. Das Tier schaffte es zwar, zum Ufer zurück zu gelangen. Versuche, das Land zu erreichen, scheiterten jedoch immer wieder. Mehrere Frauen, die sich auf dem Hof aufgehalten hatten, versuchten zunächst, das Tier zu befreien. Als das nicht gelang, riefen sie die Feuerwehr zu Hilfe. Deren Rettungsmaßnahmen griffen dann merklich besser. Umgehend war auch ein Tierarzt in Marsch gesetzt worden, der sich schon während der aufwendigen Rettungsaktion um das Tier kümmerte. „Mit Gurten, einer Seilwinde und Manpower“, so ein Feuerwehrsprecher, gelang es, das Tier nach einer guten halben Stunde Arbeit an Land zu bringen. Weitere anderthalb Stunden allerdings nahm es in Anspruch, die Stute wieder aufzurichten und sie zu mobilisieren. Einsatzkräfte hatten das Tier während dieser Phase gewärmt. Rund 40 Helfer waren mehr als zwei Stunden lang im Einsatz. |cha