Rheinpfalz Regionalnotizen: Volltreffer bei letzter Autoposer-Kontrolle

Zum letzten Mal in diesem Jahr haben Beamte der Mannheimer Polizei am Wochenende Ausschau nach Autoposern gehalten. Es war der Abschluss einer Aktion gegen zumeist junge Männer, die mit lauter Musik, aufheulenden Motoren oder quietschenden Reifen in der Innenstadt unterwegs sind. Kurz nach Mitternacht erwischten die Polizisten vier junge Mannheimer mit je zwei Nissan und zwei 3er-BMW, die stadtauswärts auf der Untermühlaustraße unterwegs waren und sich zu Sprints anstachelten. Das hat die Polizei gestern mitgeteilt. Noch bevor ein gefährliches Rennen begann, wurden drei der Männer gestoppt. Einer konnte offenbar mit seinem Wagen entkommen. Die anderen Autos zogen die Beamten wegen fehlenden Versicherungsschutzes beziehungsweise unzulässiger technischer Veränderungen aus dem Verkehr. Die Wochenendbilanz: Zwölfmal erlosch die Betriebserlaubnis, acht Autos wurden stillgelegt. Anklage gegen einen 28-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft erhoben. Dem Mann wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Er soll am 2. Juni 2015 in der Mannheimer Innenstadt einem ihm unbekannten 68-Jährigen mit der Faust mindestens einmal ins Gesicht geschlagen haben. Hierdurch stürzte dieser zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Gehweg auf. Das Opfer verstarb sechs Wochen später an den Verletzungen. Nachdem der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ präsentiert worden war, stellte sich der Mann. Die Landesregierung hat gestern beschlossen, die Stadt Mannheim bei der Bundesgartenschau im Jahr 2023 und dem Grünzug Nordost finanziell zu unterstützen. Die Stadt hatte für das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 105,5 Millionen Euro 51,5 Millionen Euro Fördermittel beantragt. Diese stammen aus verschiedenen Töpfen.