Rheinpfalz Region aktuell: Sprengstoff im Kanal: LKA-Bericht steht aus

Die Polizei hat den Mann, der Sprengstoff in der Kanalisation seines früheren Hauses versteckt haben soll, noch nicht vernommen. Sie wartet auf einen Bericht des Landeskriminalamts (LKA), sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz. Aus dem Bericht soll hervorgehen, „wie hoch das Gefahrenpotenzial der Teile tatsächlich war“, so der Sprecher. Wie berichtet, soll der Ex-Besitzer im Abfluss des Hauses Sprengkörper platziert haben: Mini-Silvesterböller, mit Gaskartuschen zusammengebunden (wir berichteten). Das Haus war zuvor zwangsversteigert worden. Im August war es zur Auseinandersetzung zwischen altem und neuem Besitzer gekommen. Der Festgenommene habe einen Blumentopf nach dem neuen Eigentümer geworfen. Die Staatsanwaltschaft hat zwar die Ermittlungen gegen zwei Pferdetrainerinnen aus dem westlichen Landkreis Kaiserslautern wegen Tierquälerei eingestellt (wir berichteten), aber das Veterinäramt der Kreisverwaltung hat einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz festgestellt. Das Veterinäramt war als erste Behörde mit dem Vorwurf, dass die Frauen im Sommer 2015 bei der Ausbildung ein Pferd gequält haben sollen, befasst. Der Veterinär kam zu dem Schluss, dass dem Pferd erhebliche Schmerzen im Sinne des Tierschutzgesetzes zugefügt wurden und verhängte Bußgelder über 3000 sowie 1500 Euro an die Frauen. Die Eigentümerfamilie des Reiterhofs habe auch Strafanzeige gegen die Frauen gestellt, wie der Rechtsanwalt der Reiterhof-Betreiber mitteilte. Die Fahndung ist erfolgreich verlaufen – nicht zuletzt, weil sich auch viele Bürger gemeldet und mit Hinweisen dazu beigetragen hätten, so meldete die Polizei gestern. Die Ermittler haben den jungen Mann ausfindig gemacht, der Anfang des Monats in Kaiserslautern eine junge Frau mit einem Kleinkind erschreckt hat. Der Tat beschuldigt wird ein 19 Jahre alter Mann aus dem Stadtgebiet. Wie berichtet, hatte ein zunächst unbekannter Mann am Pfaffplatz auf einem Fahrrad die junge Frau umkreist, die mit dem Kinderwagen unterwegs war. Dabei hatte er auch Schüsse in die Luft abgegeben und die Frau laut angeschrien. Inzwischen sei der 19-Jährige mit Hilfe von Fotos zweifelsfrei identifiziert worden. Die Polizei sucht allerdings noch nach ihm. Der Mann sei amtsbekannt, habe aber zurzeit keinen festen Wohnsitz. Es sei anzunehmen, dass die Schusswaffe, die er benutzt hat, wohl „keine scharfe Waffe“, sei, so die Polizei. |sbn