Rheinpfalz Rat findet Sparpotenziale

Die Mühe hat sich gelohnt. Nach intensiver Suche hat der Ortsgemeinderat Kröppen unter Bürgermeister Ottmar Schwarz weitere Einsparpotenziale im Haushalt gefunden. Die Erfolgsformel lautet: Hundesteuer und Friedhofsgebühren rauf, dafür bei den Gratulationen sparen. Bis Jahresende kann Schwarz der Kommunalaufsicht nun ein Konsolidierungskonzept vorlegen.
Wann die endgültigen Entscheidungen fallen, konnte Schwarz noch nicht sagen. Die Verwaltung muss den Sparwillen des Rates zunächst in entsprechende Vorlagen fassen. Die Grund- und Gewerbesteuer lässt der Rat unangetastet. Hier sei man bereits bei den Nivellierungssätzen angekommen. Stattdessen wollen die Ratsmitglieder die Hundesteuer aufrunden und prüfen, ob auch jedes Herrchen seinen Vierbeiner gemeldet hat. Während andere Gemeinden ihre Friedhofsgebühren laut Schwarz teils drastisch nach oben korrigieren müssen, soll der Anstieg in Kröppen moderat ausfallen. Doch nicht nur auf der Einnahmenseite wurde an den Stellschrauben gedreht, auch die Ausgaben müssen reduziert werden: In Zukunft wird der Ortsbürgermeister nicht mehr zu Ehejubiläen gratulieren. Die Senioren dürfen sich aber weiterhin ab dem 85. Geburtstag über ein Präsent vom Ortschef freuen. Obwohl es Kröppen wahrscheinlich schon um das Jahr 800 gab, werden Ortsjubiläen nach der erstmaligen urkundlichen Erwähnung gefeiert, erklärte Schwarz. Für Kröppen bedeutet dies: 1267. Damals wurde erstmals urkundlich eine „Villa Kröppen“ beim Kloster Stürzelbronn erwähnt. Daher steht 2017 das 750-jährige Bestehen des Ortes an. Trotz der angespannten Haushaltslage fasste der Rat den Grundsatzbeschluss, das Jubiläum zu feiern. Dazu Schwarz: „Ihr wollt, dass wir unser Jubiläum feiern. Jetzt werde ich die entsprechenden Schritte in die Wege leiten“. Dabei deutete Schwarz die Bildung eines Vereinsrings an, so dass die Ortsgemeinde von den Kosten befreit werden könnte. „Wir können das Ganze selbst nicht steuern“, sagte Schwarz, als er mitteilte, dass Kröppen in diesem Jahr 198.000 Euro Verbandsgemeinde Umlage zahlen müsse. (dan)