Rheinpfalz Problem Ärztemangel sofort angehen

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In der Südwestpfalz kommt ein Arzt auf 1150 Einwohner, stellt Die Linke fest. Das sei der schlechteste Wert im landesweiten Vergleich und „Ausdruck einer katastrophalen Unterversorgung“. Die Kommunalpolitik habe es verschlafen, sich rechtzeitig um den seit vielen Jahren absehbaren Ärztemangel zu kümmern.

Dazu erklärt Kristian Fink aus Reifenberg, Spitzenkandidat der Linken für die Kreistagswahl am 26. Mai: „Was momentan aus den vorliegenden Daten abgeleitet wird, ist eine substanzlose Lückenfüller-Politik, die an den vorhandenen Problemen real nichts ändert. Anstatt sich auf die kommunalen Zuständigkeiten zu konzentrieren, gibt man die Verantwortung weitestgehend ab. Die Zeit der Analyse ist vorbei, es muss nun endlich gehandelt werden.“ Junge Ärzte würden sich nur dann in der Südwestpfalz ansiedeln, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Beispielsweise ein Angebot erschwinglicher Immobilien zur Praxisgründung, die Gründung Medizinischer Versorgungszentren oder kommunale Arztpraxen in den Verbandsgemeinden, wie es die Verbandsgemeinde Katzenelnbogen seit Jahren erfolgreich vormache. Die Auswirkungen der „verfehlten Gesundheitspolitik des Landkreises“ seien weite Anfahrtswege für Patienten, aber auch für die niedergelassenen Ärzte selbst. Eine hausärztliche Versorgung im Heimatort sei kaum noch möglich. Gerade ältere Menschen stelle dies oft vor unlösbare Probleme. Die Linke in der Südwestpfalz wolle keine Scheindebatten, sondern den Fokus darauf richten, wo die tatsächlichen Probleme des Kreises liegen. Die Bekämpfung des Ärztemangels sei eines der gravierendsten Probleme und müsse nun sofort angegangen werden. Die Kooperation zwischen dem Kreis Südwestpfalz und den Städten Pirmasens und Zweibrücken sei zu begrüßen. „Doch auch hier gilt: handeln, statt reden“, so Fink.

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