Rheinpfalz Pfarrer Anselmann geht

Pfarrer Christof Anselmann am Altar im Festzelt beim Trulber Almabtrieb im vergangenen Jahr.
Pfarrer Christof Anselmann am Altar im Festzelt beim Trulber Almabtrieb im vergangenen Jahr.

Pfarrer Christof Anselmann verlässt zum 31. Juli die Pfarrei St. Wendelinus Trulben. Ihm wurde zum 1. August durch Bischof Karl-Heinz Wiesemann seine erste Pfarrstelle verliehen: Anselmann übernimmt als leitender Pfarrer die Pfarrei Heiliger Franz Xaver Lauterecken.

Überraschend kam bei den Wochenendgottesdiensten in der Pfarrei Heiliger Wendelinus Trulben die Bekanntgabe, dass der Kooperator der Pfarrei, Pfarrer Christof Anselmann, nach sechs Jahren die Pfarrei verlässt. Bis zum Wechsel am 1. August 2018 in die Pfarrei Heiliger Petrus Dahn war dort Pfarrer Thomas Becker der leitende Pfarrer. In Lauterecken löst Anselmann Pfarrer Anton Ociepka ab, an dessen 70. Geburtstag die dortigen Gemeindemitglieder Anselmann bereits kennen lernen konnten. Ociepka geht in den Ruhestand. Anselmann war sechs Jahre Kooperator in der Pfarrei Trulben und seit dieser Zeit im Pirmasenser Stadtteil Niedersimten wohnhaft. „Es war nicht mein Wunsch, Pirmasens zu verlassen“, sagte gestern Anselmann auf Nachfrage der RHEINPFALZ. „Ich selbst wusste es auch erst seit einer Woche.“ In den vergangenen sechs Jahren sei er gerne Kooperator unter dem leitenden Pfarrer Walter Augustin Stephan in der Pfarrei St. Wendelinus Trulben gewesen. Die Nachfolgefrage ist noch offen. Die Personalabteilung der Diözese Speyer habe jedoch dem Pastoralteam der Pfarrei St. Wendelinus versichert, dass sie nach einem Nachfolger suche. Anselmann vermutet, dass er aus einem anderen Land sein wird. Pfarrer Christof Anselmann ist 1981 in Hauenstein geboren. Mit neun Jahren wurde ihm nach seinen Angaben die Berufung zum Priester geschenkt. Seit 1996 ist er bei „Jugend 2000“ aktiv, seit 2010 auch bei „Nightfever“. Vor dem Studium in München und Eichstätt war er als Zivildienstleistender, als Erzieher im Internat und beim Rettungsdienst tätig. Seit 2002 koordiniert er als Gründer und geistiger Begleiter eine Gruppe junger Menscher, die als „AK-Medienapostolat e.V.“ katholische Medien verbreitet sowie Veranstaltungen organisiert und ausstattet. So engagiert er sich auch gerne für das Forum Deutscher Katholiken. 2008 wurde er zusammen mit fünf weiteren Kandidaten in Speyer zum Priester geweiht. Bevor er unter der persönlichen Verleihung des Pfarrertitels in die Pfarrei Trulben kam, war er Kaplan in St. Ingbert. In der Pfarrei Trulben nahm er sich insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit an, widmete sich der Flüchtlingsarbeit, baute in Niedersimten die Kleiderstube auf und gründete dort das „Cafe Halleluja“. Bekannt wurde auch, dass er in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Busfahrer war und in seiner Heimat Hauenstein auch als Sternsinger unterwegs war. Zuletzt tat er dies auch in der Pfarrei Trulben, wo er kurzerhand in Niedersimten wegen der winterlichen Straßenverhältnisse seinen Rasentraktor zum Transportfahrzeug für ältere Sternsinger umbaute und mit ihnen durch die Straßen zog und für Kinder in Not sammelte.

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