Rheinpfalz Pfalz kompakt:

Der Planfeststellungsbeschluss für die Verlegung des Rehbachs in Haßloch ist rechtskräftig. Drei Bürger haben ihre Klagen gegen das Projekt zurückgezogen. Das teilte das Verwaltungsgericht Neustadt gestern mit. Die SGD Süd hatte das Vorhaben im November 2015 genehmigt. Die Maßnahme soll den Hochwasserschutz und den ökologischen Zustand des Gewässers verbessern. Der neue Rehbach soll auf einer Strecke von 3,6 Kilometern 600 bis 800 Meter südlich vom alten Bach durch den Wald geführt werden. Die Kläger waren unter anderem Eigentümer einer ehemaligen Mühle am bisherigen Bach, die Schäden durch Austrocknung an ihrem Anwesen befürchteten. Das Verwaltungsgericht vertrat die Auffassung, die Verlegung diene dem Wohl der Allgemeinheit. Ob das Projekt verwirklicht wird, hängt von der noch laufenden Überprüfung der Förderfähigkeit durch das Landesamt für Umwelt ab, die Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) veranlasst hat. Dabei muss der Kreis Bad Dürkheim nachweisen, dass die wirtschaftlichste Lösung gewählt wurde. Für das 4-Millionen-Projekt wird mit einem 90-prozentigen Landeszuschuss gerechnet. „Voraussichtlich noch dieses Jahr“, so das Umweltministerium gestern, soll das Ergebnis vorliegen. Orkanböen auf der Kalmit Gestern ist der erste Herbststurm mit Sturmböen auch über die Pfalz hinweg gezogen. Nach Angaben von Christian Müller vom Wetterbüro Klima-Palatina in Maikammer registrierte die Wetterstation auf dem 673 Meter hohen Kalmitgipfel dabei orkanartige Sturmböen der Stärke 11 von bis zu 109 Kilometern pro Stunde. Entlang der Weinstraße reicht es immerhin noch für die Windstärke 8. Wer auf einen frühen Wintereinbruch hofft, muss sich laut Klima-Palatina noch gedulden: Erst zum Monatsende werde es spürbar kälter. |guh