Rheinpfalz Petersberg: Wellpappenwerk könnte entstehen
Die Pläne der Firma Prowell, in Petersberg ein Wellpappenwerk zu bauen, nehmen konkretere Züge an. In der Nachbarschaft zur 2017 in Betrieb gegangenen Kartonagenfabrikation der Firma G&G Preißer prüft die Progroup AG, zu der Prowell gehört, eine Ansiedlungsmöglichkeit, um Synergien mit dem Preißer-Werk zu nutzen. Es könnte nach RHEINPFALZ-Informationen um Investitionen im Bereich von 40 Millionen Euro gehen.
„Ja, wir beschäftigen uns mit dem Thema“, bestätigte Stefan Glöckler, Marketing-Leiter der Progroup AG auf RHEINPFALZ-Anfrage. Aber mehr lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht dazu sagen, da definitiv noch keine Entscheidungen gefallen seien. Am Donnerstag beschäftigte die mögliche Ansiedlung auf unterschiedliche Weise die Gemeinderäte in Petersberg und in Höhfröschen. Der Rat in Höhfröschen stimmte dem Bau einer geplanten Gashochdruckleitung durch die Pfalzgas GmbH zu. Diese startet an der bereits in Richtung Höhmühlbach verlaufenden Überlandgasleitung und führt bis zu dem Grundstück, auf dem Prowell eine Ansiedlung in Betracht zieht. Den Verlauf der Leitung, die 1,20 Meter tief verlegt wird, hatte Bürgermeister Jörg Schneider seinen Ratsmitgliedern erläutert.
Gewerbegebiet soll "Gewerbepark Petersberg" heißen
Der Rat in Petersberg beschäftigte sich mit dem Gewerbegebiet, in dem die Firma Preißer Kartonagen produziert, und beschloss, das Gebiet „Gewerbepark Petersberg“ zu nennen. So sollen Lastwagenfahrer, die Preißer beliefern, das Areal leichter finden und nicht von ihren Navigationsgeräten in die Irre geleitet werden, wie schon mehrfach geschehen. Zudem spielt die mögliche Ansiedlung des Unternehmens im Hinblick auf die Petersberger Gemeindefinanzen eine Rolle. Die Gemeinde sichert in ihrem Maßnahmenkatalog zur Konsolidierung der Gemeindefinanzen zu, die geplante Ansiedlung von Prowell nach Kräften zu unterstützen. Auch weil dies Steuereinnahmen und Arbeitsplätze bringen könnte.
Prowell liefert schon heute die Wellpappe für Preißler
Die Idee, dass sich Prowell direkt neben dem Großkunden Preißer ansiedelt, war 2017 bei der Kreisbereisung des Kreistages bereits Thema gewesen. Unter anderem der Wegfall der täglichen Lkw-Fahrten vom Prowell-Werk in Offenbach/Queich zu Preißer – Prowell liefert die Wellpappe, die Preißer zu Kartonagen verarbeitet – war Grund für diese Überlegungen.