Rheinpfalz Ortsdurchfahrt bald sicherer machen

Einmal mehr stand das Thema geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt auf der Agenda des Gemeinderats Medard.
In Absprache mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) soll noch im September mit dem Bau einer verschärften Verschwenkung der Fahrbahn am Ortseingang von Odenbach her kommend begonnen und die Bereiche der beiden Buswartestellen umgestaltet werden. Außerdem soll geprüft werden, ob nicht in einiger Entfernung zum Ortsschild bereits Tempo 70 angeordnet werden kann, lautete die Information im Rat. Aktuell gebe es auch erste Fortschritte in Sachen Ausleuchtung der Kreuzung Bundesstraße – Wolfsgasse und es würden Schilder mit der Aufschrift „Schulweg kreuzt“ beschafft, die zu Stoßzeiten blinken. Geklärt werden muss noch die Frage der Stromversorgung. Relativ breiten Raum nahm das Thema Bewirtschaftung des Gemeindewaldes ein. Weil die Gemeinde Kappeln sich aus der staatlichen Beförsterung ausklinken und diese Arbeiten von einem privatwirtschaftlichen Unternehmen ausführen lassen will (wir berichteten), erläuterte Gabi Kleinhempel, Leiterin des Forstamts Kusel, die Folgen dieser Entscheidung, die auch andere Gemeinden treffen möchten. Auch die künftig geplante Holzvermarktung über Agenturen wurde angesprochen sowie die Tatsache, dass nach dem Ausstieg von Gemeinden die Kosten auf die verbliebenen Kommunen umverteilt werden müssten. Laut Kleinhempel kann die Schaffung größerer Zweckverbände die Folgen mildern. Zwar wurde kein Beschluss gefasst, die Tendenz im Rat ging jedoch klar zum Verbleib bei der staatlichen Beförsterung des Gemeindewaldes. Der Rat nahm eine Spende der Firma IGM in Höhe von 5000 Euro an, die für die Schaffung eines sicheren Schulweges verwendet werden muss. Die Landfrauen haben 2000 Euro für die Verbesserung der Hallenküche gespendet. Nach Prüfung verschiedener Angebote wurden ein Spülcenter und ein Boiler für 3250 Euro bestellt. Den Restbetrag finanziert die Gemeinde aus Sitzungsgeldern. Wie Ortsbürgermeister Albert Graf mitteilte, ist die Rentnertruppe bereits bei vorbereitenden Arbeiten. Weiterhin wurde dem Ansinnen eines Landwirtes, seinen Betrieb umzubauen, das Einvernehmen erteilt und der Stromliefervertrag für die Straßenbeleuchtung um drei Jahre verlängert. Der Angelsportverein will für 18.000 Euro das Dach seines Vereinsheims erneuern. Die Gemeinde bezuschusst das Projekt mit 2000 Euro. Außerdem wurde der Bebauungsplan für die Erweiterung des dritten Bauabschnitts der Firma IGM als Satzung beschlossen. Nach Eingang der Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange gab es eine Plankonferenz, bei der die Einwände erörtert und eingearbeitet wurden, so dass der Bebauungsplan nun Rechtskraft erlangen kann. Für die Vorschlagsliste zur Schöffenwahl wurde Hans Joachim Müller nominiert.