Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Odenbachs neue Ortsbürgermeisterin Helga Becker setzt aufs politische Miteinander

Helga Becker Archivfoto: Sayer
Helga Becker Archivfoto: Sayer

Mit 79,90 Prozent wurde im Mai die frühere Erste Beigeordnete Helga Becker zur Ortsbürgermeisterin gewählt. Die gebürtige, Odenbacherin trat die Nachfolge von Gerhard Gins an, der nach 15 Jahren das Amt in erfahrene Hände übergab.

von Sabrina Schreiner

Die neue Ortsbürgermeisterin ist nicht nur eine waschechte Odenbacherin, sondern auch bereits seit fast 20 Jahren kommunalpolitisch aktiv. In Odenbach war sie zunächst Zweite Beigeordnete und in den vergangenen zehn Jahren hat sie als Erste Beigeordnete die Geschicke der Gemeinde mitgestaltet. Auch im Verbandsgemeinderat konnte Becker einige Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen.

Bei ihrer Amtseinführung zeigte sich Becker ob des guten Wahlergebnisses erfreut. In der Kommunalpolitik mache man sich schließlich nciht nur Freunde, weiß sie. Als Bürgermeisterin setzt sie auf eine Politik des Miteinanders, denn gegeneinander funktioniere es nicht.

Becker hat mit ihren durchweg männlichen Ratskollegen in den kommenden Jahren auch einige Aufgaben zu bewältigen, bei denen es gilt, an einem Strang zu ziehen. Ein Dauerbrenner ist der Hochwasserschutz, der in den vergangenen Jahren schon ein wichtiges Thema war und ausgebaut werden soll.

Dorfplatz ins Zentrum rücken

Doch auch weniger aufwendige Punkte stehen auf Beckers Liste. Außer Reparaturarbeiten am Rathaus, wie der Außenfassade und neuen Fenstern, liegen die Instandhaltung von Wirtschaftswegen, die Erneuerung von Friedhofswegen und die Verbesserung der Gemeindestraßen an. Im Zug der Dorferneuerung sollen ferner der alte Friedhof und der Brunnen an der Drehscheibe, dem Dorfplatz, ins Zentrum gerückt werden.

Zahlreiche Verbesserungen sollen auch für die jüngsten Bürger der Gemeinde realisiert werden. Der öffentliche Spielplatz und auch der Spielplatz der Kindertagesstätte sollen neu umzäunt und unter anderem mit neuen Spielgeräten versehen werden.

Wie verbunden Becker ihrer Heimat ist, zeigt sich auch in ihren Freizeitaktivitäten. Bereits mit 15 Jahren trat sie „Trimm-dich“-Odenbach zum Turnen und Kegeln bei. Allgemein sei sie im Vereinsleben sehr aktiv – und nicht nur im Festausschuss, sondern auch als aktive Organisatorin und Helferin bei örtlichen Veranstaltungen tätig. Ob zu Fasching oder der Kerwe, auch während ihres 50-jährigen Berufslebens war Becker gerne zur Stelle. Im Februar ging die gelernte Einzelhandelskauffrau in Rente. 34 Jahre arbeitete sie in einer Lauterecker Firma, außerdem blickt sie auf 13 Jahre als kaufmännische Angestellte der Kreuznacher Diakonie in Meisenheim zurück.

Becker ist seit dem Jahr 2000 verwitwet und hat einen Sohn, Daniel Becker. Dieser ist kürzlich zum ersten Beigeordneten der Gemeinde gewählt worden und tritt somit in die Fußstapfen seiner Mutter.

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