Rheinpfalz Nichts Erhellendes vom Lokführer

Placeholder-Image

Am gestrigen ersten Verhandlungstag gegen den Lokführer, der am Abend des 1. August 2014 mit seinem Güterzug einen EC der Deutschen Bahn im Mannheimer Hauptbahnhof derart rammte, dass mehrere Wagen beider Züge entgleisten und umkippten (Foto), sind viele Fragen nach dem Warum offengeblieben. Der mittlerweile 62 Jahre alte Beschuldigte, der nach eigener Aussage seit dem schweren Unfall mit zahlreichen Verletzten und hohem Sachschaden, arbeitslos und mittlerweile auch privatinsolvent ist, schwieg vor Gericht zu den Geschehnissen vor gut zwei Jahren. Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft dem Mann, der in Schwetzingen wohnt, Gefährdung des Bahnverkehrs und fahrlässige Körperverletzung in mehreren Fällen vor. Wie gestern auf der Seite „Südwestdeutsche Zeitung“ berichtet, soll der Lokführer vor der folgenschweren Kollision mehrere Haltesignale ignoriert und eine automatische Zwangsbremsung seines Zugs vorschriftswidrig eigenmächtig aufgehoben haben. Die Verhandlung wird am kommenden Mittwoch, 9.15 Uhr, fortgesetzt. An dem Tag ist mit dem Urteil zu rechnen. Südwest |mko

x