Rheinpfalz Nicht alles hat hingehauen

Jahrtag in Reichweiler: Eine reine Männergesellschaft folgte den Worten von Ortsbürgermeister Karsten Becker und Verbandsbürgerm
Jahrtag in Reichweiler: Eine reine Männergesellschaft folgte den Worten von Ortsbürgermeister Karsten Becker und Verbandsbürgermeister Stefan Spitzer.

Am 28. Dezember wird in Reichweiler Jahrtag gefeiert, ein Brauchtum, das bis zum Jahr 1462 zurückreicht. Auch diesmal nahmen zahlreiche Bürger daran teil, auch wenn der Jahrtag weiterhin fast eine Männerrunde ist. Im Anschluss an den offiziellen Teil lädt die Gemeinde zum gemeinsamen Essen ein.

Ortsbürgermeister Karsten Becker berichtete über die aktuellen Themen der Gemeinde. Nicht alles, was man sich vorgenommen habe, habe auch hingehauen. Eine wichtige Maßnahme war die Hangsicherung am Feuerwehrgerätehaus. Dieses Gemeinschaftsprojekt mit der Verbandsgemeinde kostete 32.000 Euro. Weiter geplant sind eine Umzäunung für eine Bauhoffläche mit Bedachung und Begrünung der Parkfläche ehemaliger Brandweiher. Zum Abschluss gebracht werden konnte die Ortsbeschilderung. Die Montage soll im Frühjahr erfolgen und kostet 7700 Euro. Becker sprach die unvorhergesehene Bachverrohrung Würresbach an. Die Sanierung wird rund 24.000 Euro kosten. Nach der Reparatur des unteren Weges soll der obere nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können. Am 30. Juni hatte Reichweiler 547 Einwohner. Ein Schuldenstand von 594.113 Euro entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1086 Euro. Auch 2019 werden die Aufgaben der Gemeinde nicht kleiner, sagte Becker. Das Friedhofsprojekt soll abgeschlossen werden, der Friedwaldbereich aufgebaut und Neuanpflanzungen vorgenommen sowie die Gehwege behindertengerecht werden. Erneuert werden muss die Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus. Hier ist eine dringende Sanierung erforderlich. Bereits ausgetauscht wurden die Dachfenster mit Abdichtung der Außenhülle. Nach Worten des Ortsbürgermeisters wird die Machbarkeitsstudie Dorfmittelpunkt weitergeführt. Die Ergebnisse sollen im Januar vorliegen. Es sind Fördermittel bis zu 80 Prozent möglich. Auch eine Verbesserung der Kreisstraße soll erreicht werden. Befassen muss sich der Gemeinderat auch mit dem Thema Neubaugebiet. Es sind lediglich noch vier Bauplätze vorhanden, wobei sich zwei in Hanglage befinden. Stets Gast beim Jahrtag ist Bürgermeister Stefan Spitzer. Aus seiner Sicht besonders erwähnenswert ist der Keufelskopf Ultra-Trail, der am 9. Juni stattfindet und mit der Deutschen Meisterschaft verbunden ist. Spitzer verwies auf die positive Entwicklung der Verbandsgemeinde trotz knapper Kassen. Es habe einiges bewegt werden können. Unter anderem nannte er das Bürgerbus-Projekt, den Ausbau der Wandermöglichkeiten, das Klimaschutzkonzept in Bezug auf Elektromobilität und klimafreundliches Wohnen und die Sanierung des Schwimmbads Kusel. Vor dem Hintergrund der Kommunalwahlen am 26. Mai rief er alle Anwesenden auf, sich in den kommunalen Gremien einzubringen, aktiv mitzumachen und die Heimatgemeinde mitzugestalten.

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