Rheinpfalz Neue Unterkünfte für die Feuerwehr

2,46 Millionen Euro sind die erwarteten Baukosten für das Feuerwehrgerätehaus in Rieschweiler-Mühlbach. 1,46 Millionen Euro werden für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Wallhalben fällig. Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Thaleischweiler-Wallhalben empfahl dem VG-Rat am Donnerstag, die vorliegenden Planungen für beide Gebäude in seiner Sitzung am 24. Oktober anzunehmen. Es soll auch geprüft werden, ob das Feuerwehrgerätehaus in Maßweiler saniert oder neu gebaut wird.
Wie vereinbart, würden die Gerätehäuser sukzessive auf den neuesten Stand gebracht, sagte Verbandsbürgermeister Thomas Peifer. Grundlage sei das im Februar verabschiedete Feuerwehrkonzept. Es sei von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) abgesegnet. Die Pläne für die Gerätehäuser seien mit der ADD abgestimmt. Das Konzept sieht künftig vier Stützpunktwehren in der VG vor. Weselberg in der bestehenden Form. In Thaleischweiler-Fröschen wird zentral die Atemschutzwerkstatt eingerichtet. In Wallhalben verbleibt die Funkeinsatzzentrale und der hauptamtliche Gerätewart wird dort seinen Dienstsitz haben. Im geplanten Feuerwehrhaus in Rieschweiler-Mühlbach wird zentral die Schlauchwerkstatt untergebracht. „All das hat Auswirkungen auf die Planungen und Umsetzung der Arbeiten“, erläuterte Peifer. In Rieschweiler-Mühlbach wird an der K 15 zwischen Höhmühlbach und dem Bereich „Hechtloch“ in Rieschweiler ein neues Gerätehaus gebaut. Die beiden bisherigen Löscheinheiten Höhmühlbach und Rieschweiler schließen sich zusammen. 50 Wehrleute und bis zu 20 Jugendfeuerwehrleute gibt es dann. „Wir brauchen Platz für 70 Personen“, sagte Wehrleiter Harald Borne. Bisher waren fünf Stellplätze für Fahrzeuge geplant, da in Rieschweiler-Mühlbach zwei Fahrzeuge des Katastrophenschutzes (Kreis) sowie drei Fahrzeuge der Wehr untergebracht sind, plus die Feldküche des Katastrophenschutzes. Rieschweiler-Mühlbach ist sowohl bei Brand- als auch bei technischen Gefahren in die Risikoklasse drei eingestuft. Damit steht dem Einsatzleiter ein Kommandowagen zu. In Abstimmung mit der ADD werden nun sechs Stellplätze gebaut, so Borne. An die Fahrzeughalle mit den sechs Stellplätzen schließt sich ein funktionales, zweistöckiges Gebäude an, in dem die Technik untergebracht wird. Dazu Sozial- und Schulungsräume. Hinter dem Gebäude steht ein 250 Quadratmeter großer Übungsplatz zur Verfügung, der den Einsatzkräften im Einsatzfall als Parkplatz dient. Mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) sei die Ein- und Ausfahrsituation besprochen worden. Die ist nicht einfach, da das Gebäude an eine Kreisstraße grenzt. Das Gebäude soll so nah wie möglich an den Ortseingang heranrücken. In diesem Fall gestattet der LBM, dass keine Linksabbiegerspur gebaut werden muss. „Das erspart uns eine Menge Kosten“, sagte Borne. „Als Verursacher hätten wir die Spur bezahlen müssen“, ergänzte Peifer. In Relation zu Rieschweiler-Mühlbach „erscheinen mir die Kosten für die Erweiterung und Sanierung für das Gerätehaus in Wallhalben doch sehr hoch“, sagte Pirmin Zimmer. Wie sich die Kosten zusammensetzen, erläuterte Ingenieur Reiner Bosle, der für Wallhalben schon detaillierte Planungen vorlegte. Um ein funktionales, den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Gebäude zu bekommen, werden 160 vorhandene Quadratmeter umgebaut. So wird die frühere Rettungswache ins Gebäude integriert. Eine Fahrzeughalle mit 165 Quadratmetern Fläche wird angebaut. Die Gründung sei in diesem Gebiet schon schwierig, erinnerte Bosle daran, dass das Gerätehaus auf Pfählen steht. Auch der Neubau, der in Leichtbauweise (Stahlhalle und Sandwichpaneele auf dem Dach) errichtet werden soll, muss auf Pfähle gestellt werden, „die teilweise zehn Meter tief reichen, bis wir festen Grund erreichen“. In Wallhalben bleibt es bei fünf Stellplätzen. Zwei kommen im Neubau dazu, einer mit Waschanlage für die Fahrzeuge. Im Neubau werden größere Tore eingebaut, die vier mal vier Meter groß sind und damit Platz lassen für moderne Fahrzeugtypen. Zwei Stellplätze im bisherigen Bestand werden umgenutzt. Zurzeit befinden sich die Umkleiden in Form offener Spinde noch hinter den Fahrzeugen. Es gibt künftig separate Umkleiden für Männer und Frauen. Die sanitären Anlagen werden auf den neuesten Stand gebracht. Im Außenbereich müssen 22 Stellplätze ausgewiesen werden. In Wallhalben gibt es laut Borne derzeit 29 Feuerwehrleute und 14 Jugendliche im Nachwuchs. Das Gerätehaus in Maßweiler entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen, so Borne. 2022 soll zudem ein Fahrzeug gekauft werden. Es stelle sich die Frage, ob das Gerätehaus saniert wird oder ob es günstiger ist, es abzureißen und neu zu bauen. Eine fachliche Einschätzung dazu soll das Ingenieurbüro Edinger, Kaiserslautern, geben. Borne favorisiert einen Neubau . Die Erfahrung lehre, dass es teurer wird, am Bestand etwas zu ändern. Ein Neubau eröffne die Chance, das Haus um 90 Grad zu drehen. Das würde die Ein- und Ausfahrt erleichtern. Zudem könne dann zunächst neu gebaut und anschließend das bestehende Gebäude abgerissen werden. Das erspare die Suche nach einer Zwischenunterkunft.