Rheinpfalz Neue Trinkwasserversorgung

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Knapp zwei Millionen Euro wird die Verbandsgemeinde Hauenstein in den Bau einer neuen Trinkwasserversorgungsanlage in Hinterweidenthal investieren. Der Verbandsgemeinderat vergab am Dienstag gegen die Stimmen der CDU die Aufträge für den Tiefbehälter, die Leitungen, die Aufbereitungsanlage und die Steuerung der Anlage.

CDU-Fraktionssprecher Norbert Meyerer hatte die Vertagung der Auftragsvergabe beantragt: „Ich wehre mich dagegen, über ein Volumen von zwei Millionen Euro abzustimmen, ohne dass die Details im Werksausschuss vorberaten wurden, ohne dass über die Auswirkungen der Investitionen auf die Gebühren Klarheit herrscht.“ Dem widersprach der Beigeordnete Manfred Seibel (Bündnis90/Die Grünen). Die Details seien sehr wohl im Werksausschuss beraten worden, die Kosten „seit langem“ bekannt, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Hinterweidenthal sei dringend geboten und erlaube keinen Aufschub. Der Antrag der CDU wurde abgelehnt, die Aufträge mit den Stimmen der SPD/FWG/Grüne-Koalition, der FDP und der Wählergruppe BfW vergeben. Die Ausschreibung für die Anlage, die im Dreieck zwischen B10, B427 und Wieslauter-Bahnlinie entstehen wird, war in fünf Lose aufgegliedert, die Helge Schneider von den VG-Werken vorstellte und erläuterte: Die Aufträge für die Rohrleitungen (202.000 Euro) und für die Erstellung des Gebäudes, das als Stahlhalle ausgeführt werden wird (670.000 Euro), gingen an die Waldfischbacher Firma Küntzler GmbH. Die Erstellung der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik wurde für 223.000 Euro an die Firma Klaus Dieterich (Pirmasens) vergeben. Die beiden Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 300 Kubikmetern wird die Ravensburger Firma Hydro-Elektrik für 302.000 Euro liefern und installieren. Vor der Vergabe des maschinellen Teils mit der Technik der Aufbereitungs- und der Druckerhöhungsanlage seien, wie Helge Schneider erklärte, noch Prüfungen notwendig, um eventuell eine preiswertere Variante zuzulassen. Die Vergabe nach der Prüfung der Angebote (521.000 Euro beziehungsweise 542.000 Euro) wurde an Bürgermeister und Beigeordnete übertragen. Insgesamt wurden Kosten in Höhe von 1,94 Millionen Euro errechnet, was gegenüber einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2013 eine Kostensteigerung von 223.000 Euro ergibt. Diese Steigerung sei, so Schneider, zum einen durch Zusatzleistungen, deren Notwendigkeit erst im Rahmen der Detailplanung ersichtlich wurde (88.000 Euro), und zum anderen durch Veränderungen in der Preissituation und im Wettbewerb (135.000 Euro) verursacht. „Diese Mehrung ist nicht erfreulich, aber noch akzeptabel“, schloss Schneider seine Ausführungen. Einstimmig akzeptierte der Rat die Jahresabschlüsse der Werke für das Wirtschaftsjahr 2013. Im Wasserwerk verbuchte man einen Gewinn von 106.000 Euro (2012: 99.000 Euro), im Kanalwerk von 390.000 Euro (2012: 280.000). Diese „erheblichen Gewinne“ seien notwendig, so der Beigeordnete, um die hohen Investitionen für die Gruppenkläranlage Luger Tal und die Wasserversorgung in Hinterweidenthal schultern zu können: „Ab dem Jahr 2016 müssen wir die Projekte abschreiben. Was das für die Bilanzen bedeutet, brauche ich nicht zu erklären.“ (rhp)

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