Rheinpfalz Neue Spitze und frischer, junger Wind

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In stark veränderter Zusammensetzung trat der Gemeinderat in Herschberg am Donnerstag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Mehr als die Hälfte der früheren Ratsmitglieder ist nicht mehr im Rat vertreten. Die meisten von ihnen hatten sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Mit der neu gegründeten „Initiative Zukunft für Herschberg“ (IZH) traten FWG-Mitglieder, CDU-Mitglieder und viele junge Herschberger bei der Wahl an.

Dass die Herschberger Bürger einen Wechsel und frischen, jungen Wind in ihrer Gemeinde fordern, zeigte das Wahlergebnis. Der IZH gelang es, mit acht Ratsmitgliedern die absolute Mehrheit im Rat zu stellen, die SPD ist nur noch mit vier Ratsmitgliedern vertreten. Außerdem stellt die IZH mit Manfred Biedinger den Ortsbürgermeister. Der wünschte sich nach seiner Vereidigung durch die scheidende Ortschefin Lydia Westrich (SPD) nicht nur eine gute Zusammenarbeit: „Ich hoffe, dass wir uns alle gemeinsam für unseren Ort einsetzen werden.“ Die Ratsmitglieder wählten in ihrer konstituierenden Sitzung den Gründer der IZH, Andreas Schneider, zum ersten Beigeordneten. Karl-Heinz Kiefer, der früher für die FWG im Rat saß und nun ebenfalls der IZH angehört, wurde zweiter Beigeordneter. Obwohl es keine weiteren Vorschläge gab, waren drei Ratsmitglieder nicht mit Schneiders Wahl einverstanden. Sie stimmten mit Nein, ein Wahlzettel war sogar ungültig gemacht worden, ein weiterer Wähler enthielt sich der Stimme. Mit sieben Ja-Stimmen erreichte Schneider so nur knapp die geforderte Mehrheit. Auf Kiefer entfielen acht Ja-Stimmen, eine Enthaltung und drei Nein-Stimmen. Westrich dankte den Gemeindemitarbeitern wie den Erzieherinnen, den Reinigungskräften und dem Gemeindearbeiter für die gute Zusammenarbeit. Die ausgeschiedenen Ratsmitglieder wollen Westrich und Biedinger in einer separaten Feierstunde verabschieden. „Sieben Ratsmitglieder sind ausgeschieden, das würde ich gerne in einem besonderen Rahmen würdigen“, betonte Westrich. „Der neue Rat ist voller Tatendrang, und Wochenende um Wochenende wurde schon gearbeitet, so dass der Spielplatz auf Vordermann gebracht wurde“, lobte sie. Eine Entscheidung hatten die Ratsmitglieder gleich in ihrer ersten Sitzung zu treffen. Sie stimmten der Eilentscheidung Westrichs zu, die den Auftrag für eine Quellableitung an die Firma Küntzler zu einem Preis von 10.752 Euro vergeben hatte. Die Quelle war bei den Kanalarbeiten in der Eckersgasse entdeckt worden. (rnk)

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