Rheinpfalz Nachts abwechselnd den Meiler bewacht

Die Feuerwehr half beim Löschen und Räumen des Meilers.
Die Feuerwehr half beim Löschen und Räumen des Meilers.

Seit einigen Tagen rauchen in den Köhlerregionen Europas wieder die Meiler der Saison 2018. Die ersten Meiler wurden entzündet, und die erste Kohle ist schon geerntet. In Kröppen wurde zehn Tage lang das erste Meilerfest gefeiert. Köhler Heinz Huber feierte dort seinen 50. Geburtstag.

Eine Woche lang hatten Köhler Heinz Huber aus Eppenbrunn und der Vinninger Hermann Keller abwechselnd Nachtschicht am Meiler geschoben. Auch tagsüber wurde die Konstruktion bewacht. Außerdem hatte die Dorfgemeinschaft zum Fest geladen. Durch Planen waren die Besucher vor dem gelegentlich ungemütlichen Wetter geschützt. Köhler Heinz Huber feierte seinen 50. Geburtstag am Meiler. Am 8. Juni wurde der Meiler entzündet (wir berichteten). Eigentlich hätte er erst am vergangenen Sonntag geräumt werden sollen. Doch nach einer Woche bemerkten die Helfer, dass das Holz nicht mehr feucht genug war, um den Meiler so lange klimmen zu lassen. Deshalb wurde er schon am Donnerstag abgelöscht und geräumt. Dabei half die Löscheinheit unter Wehrführer Volker Stöß. Geerntet wurde die Holzkohle wie geplant am Sonntag. Steffen Schwarz, Mitvorsitzender des Vereins Dorfgemeinschaft, berichtete von Glückwünschen für den ersten Brand im Kröpper Meiler vom Präsidenten des europäischen Köhlerverbandes mit Sitz in Eibenstock, Karl Josef Tielke. Die Idee zum Meilerfest kam aus den Reihen des Vereins Dorfgemeinschaft. Das traditionelle Handwerk hatte auf der Hackmesserseite bisher keinen Einzug gehalten. Man wollte die eigene Organisationsfähigkeit testen und Geld in die Kasse des jungen Vereins bekommen. Geld, das die Gruppe Steffen Schwarz zufolge benötigt, um die 750-Jahr-Feier des Ortes vom 31. August bis 2. September zu bestreiten. Die Idee wurde innerhalb eines Jahres in die Tat umgesetzt. Als Standort für den Meiler und das Köhlerfest einigte man sich auf das Birkenwäldchen hinter dem Sportheim des SV Rot-Weiß, wohin die Mitglieder frühzeitig Holz aus dem Wald auf Gemarkung der Gemeinde karrten.

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