Rheinpfalz Nachruf: Geschätzter Politiker und Gewerkschafter

Heiner Flesch ist tot. Der langjährige DGB-Vorsitzende und SPD-Kommunalpolitiker starb am Montag nur wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag an den Folgen eines Schlaganfalls.
. Flesch wurde in Trier geboren und arbeitete dort als Schlosser im Eisenbahnausbesserungswerk der Bahn. In der Gewerkschaft arbeitete er sich nach oben, wurde Organisationssekretär, später DGB-Regionalvorsitzender Westpfalz/Donnersberg/Kusel. Das Amt hatte er bis 1994 inne. 1967 zog Flesch nach Dansenberg, wo er zur Institution wurde. Er gründete den SPD-Ortsverein mit, war Mitglied in mehreren Vereinen. Flesch saß im Ortsbeirat, zudem 20 Jahre, von 1979 bis 1999, im Stadtrat. Zuletzt war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD im Regionalverband Pfalz. Er erhielt viele Auszeichnungen, darunter den Verdienstorden des Landes für sein politisches und soziales Engagement. Flesch war ein Kommunalpolitiker und Gewerkschafter vom alten Schlag, wie es sie heute kaum mehr gibt. Er konnte, wenn es sein musste, diplomatisch sein, nahm aber nie ein Blatt vor den Mund; er war eloquent, zugleich aber außerordentlich scharfzüngig. Er war gebildet und belesen, aber auch ein hervorragender Unterhalter. Er war streitbar, aber auf sein Wort war Verlass. Er hatte nie den Bezug zu seiner Heimatstadt verloren; was sich etwa dann zeigte, wenn er Verse seines Vaters vortrug, der ein Trierer Heimatdichter war. |dür