Rheinpfalz Nach langer Vakanz neuer Leiter
Die Grundschule Heidelsburg in Waldfischbach-Burgalben hat einen neuen Schulleiter. Nach drei Jahren Vakanz – Lehrerin Ilona Bettenstedt hatte die Aufgabe drei Jahre lang kommissarisch ausgeübt – ist mit Sascha Hinkel aus Thaleischweiler-Fröschen ein neuer Schulleiter im Amt. Gestern führte ihn Schulrat Erwin Stephan am Schulstandort Burgalben offiziell in sein Amt ein.
„Am Mittwoch hatte ich noch an der IGS Thaleischweiler-Fröschen unterrichtet, am Donnerstag war ich hier“, erzählte Hinkel schmunzelnd. Dafür, dass es einen drei Jahre währenden Vorlauf gab, ging es in der Endphase der Besetzung ganz schnell. „Ich hätte nie gedacht, dass ich die Aufgaben so lange kommissarisch mitmache“, bekannte Bettenstedt und bestätigte Stephans Aussage, dass sie froh sei, dass etwas, das so lange gedauert habe, nun endlich gut sei. Das habe daran gelegen, dass sich in der ersten Bewerbungsrunde niemand für die Position gemeldet habe, erläuterte der Schulrat. Nicht unüblich bei Rektorenstellen in Grundschulen. In der zweiten Runde hatte es zwei Bewerber gegeben. Hinkels Mitbewerber sei damals schon Kandidat in einem anderen Besetzungsverfahren gewesen. „Das musste inklusive möglicher Klagefristen erst endgültig abgeschlossen werden, bevor wir dieses Verfahren starten konnten“, erläuterte Stephan, der am Rande mitteilte, dass er selbst in drei Wochen in Ruhestand gehen werde. Für Hinkel beginnt nun eine neue Zeit. Der 43-Jährige leitet jetzt die Grundschule Heidelsburg, hat künftig elf Kolleginnen und einen Kollegen. Acht Klassen hat die Schule. Derzeit werden vier Klassen in Burgalben und vier in Hermersberg unterrichtet. Bis zum Ende des Schuljahrs 2017/18 wird es diese Doppelstandortlösung noch geben. Dann erfolgt der Umzug in die Grundschule in Waldfischbach, die die Verbandsgemeinde derzeit renoviert und erweitert. Dann ist ein kompletter Ganztagsbetrieb für die acht Klassen an einem Schulstandort möglich. Der Schulträger nehme viel Geld in die Hand, um der Schule zu ermöglichen, ihre Aufgabe zu bewältigen, Kinder auf das, was sie in einer globalisierten Welt erwartet, vorzubereiten, sagte Stephan. Dabei müsse Schule immer flexibel sein, sich auf die jeweiligen Anforderungen einstellen, „auch wenn uns persönlich vielleicht nicht alle Entwicklungen in der Bildungspolitik gefallen“, sagte er. Hinkel und seinen neuen Kollegen legte er ans Herz: „Bleiben sie offen.“ Er freue sich auf die Aufgabe in einer kleine, übersichtlichen Schule, „und endlich sind die Schüler mal nicht größer als ich“, ergänzte Hinkel lachend. Der in Pirmasens geborene Lehrer, der eine Vorliebe für Reptilien hat (die RHEINPFALZ berichtete), ist mit Schulrätin Ina Schatzmann-Hinkel verheiratet, hat eine Tochter und einen Enkel. Nach dem Studium der Biologie, Arbeitslehre und evangelischen Religion an der Universität Landau hatte er an der damaligen Regionalen Schule Thaleischweiler-Fröschen sein Referendariat absolviert und war nach dem Abschluss der Ausbildung an der Schule, die zwischenzeitlich zur IGS wurde, als Lehrer tätig. Bettenstedt kennt er gut aus dieser Zeit. In Thaleischweiler-Fröschen waren sie bereits Kollegen.