Rheinpfalz Museum wird Schmuckstück

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Als „Haus für die kommenden Generationen“ bezeichnete am 31. Januar 1987 der damalige Ortsbürgermeister von Waldfischbach-Burgalben, Erich Rutz, das Heimatmuseum, das er an diesem Tag in die Obhut des Vereins für Heimatpflege übergab. Am 31. Januar 2017, dem vergangenen Dienstag, feierte der Verein nun das 30-jährige Bestehen des Heimatmuseums.

Nicht nur gesammelte Gegenstände sollen dort aufbewahrt werden, vielmehr sollen sich alle hier zu Hause fühlen, die sich der Heimatforschung und -pflege, der Muse und anderen kulturellen Aktivitäten verpflichtet fühlen. Das Projekt konnte mittels einer ansehnlichen Förderung durch die Daniel-Theysohn-Stiftung realisiert werden. Zu der Feier begrüßte der Vorsitzende Norbert Schnauber mehr als 30 Besucher, unter ihnen die Ortsbürgermeisterin Anna Silvia Henne, den ersten Beigeordneten Roland Schumm, Mitglieder des Gemeinderats und Vertreter anderer Vereine aus dem Ort. Henne hob die Bedeutung des Museums für die Gemeinde hervor. Heimat, Wurzeln, ihre Identität im Kleinen und Großen spiegelten sich dort wider. Sie zeigte auf, wie das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Forsthaus, das 1878 errichtet worden war, in diesem Jahr in seiner Substanz erhalten und weiterentwickelt werden soll. Insbesondere in seiner äußeren Gestaltung steht eine Renovierung an, die das Heimatmuseum wieder zu einem Schmuckstück in der Hauptstraße machen werde. Schnauber zitierte aus dem Betreuungs- und Betriebsvertrag von 1995, nach dem die Ortsgemeinde den Heimatpflegeverein verpflichtete, das Heimatmuseum einzurichten und Veranstaltungen zur Förderung der Kultur, vornehmlich der Heimatpflege, anzubieten. Er zeigte auf, dass der Verein dieser Verpflichtung gerne nachgekommen sei. Das Obergeschoss beinhalte die ständige Ausstellung des Museums, während im Erdgeschoss ein ansehnliches Angebot an Ausstellungen zur Heimatkunde, Kunst und Kultur sowie Veranstaltungen zur Heimatpflege und mit regionalen Autoren organisiert werde. Günther Cappel, Vorsitzender des Vereins im Zeitraum der Einrichtung des Heimatmuseums, referierte eingehend über die Entwicklungen und Ereignisse, die zur Gründung des Vereins und zur Einrichtung des Museums geführt hatten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Menschen zunächst mit dem Wiederaufbau Deutschlands und der Sicherung ihrer Existenz befasst. Der Begriff Heimat hatte nach seinem Missbrauch durch den Nationalsozialismus keinen hohen Stellenwert. Ab den 70er/80er Jahren des vorigen Jahrhunderts stieg das Interesse an der Heimatgeschichte. In der Pfalz seien mehrere Heimatmuseen entstanden, so auch in Waldfischbach-Burgalben. Anstoß für die Einrichtung des örtlichen Heimatmuseums war insbesondere auch die 800-Jahr-Feier des Ortsteils Waldfischbach 1982. Diese führte zu einer Aufbruchsstimmung im Ort. Cappel schilderte die politische Entscheidungsfindung im Gemeinderat, die Gründung des Vereins für Heimatpflege und das Engagement vieler Vereinsmitglieder bei der Beschaffung von Exponaten, der Herrichtung und Ausstattung der Räumlichkeiten des Museums sowie bei der Konzeption der ständigen Ausstellung, den Wechselausstellungen und Veranstaltungen. Die Übergabe des Museums mit der feierlichen Eröffnung war der Höhepunkt in dieser Entwicklung. Die Jubiläumsveranstaltung klang mit einem Empfang samt Imbiss und Umtrunk aus, der von Frauen des Heimatvereins liebevoll vorbereitet worden war. |rhp

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