Rheinpfalz Moderner bauen

Im Baugebiet „Börnersfeld – zweiter Abschnitt“ können künftig Häuser gebaut werden, die ein Flachdach haben und talseits eine Traufhöhe von 6,50 Meter (bisher 4,50 Meter) aufweisen. Das beschloss der Gemeinderat am Montag mit drei Stimmen, bei drei Enthaltungen. Mehrere Mitglieder durften wegen Sonderinteresses nicht abstimmen.
Auslöser war der Antrag eines einzelnen Bauherrn, der ein Haus mit Flachdach errichten wollte. Der Rat hatte bereits im Mai diesem Vorhaben zugestimmt. Die Bauabteilung der Kreisverwaltung lehnte das ab. Deshalb sei der Antrag gestellt worden, den Bebauungsplan in Gänze zu ändern, erläuterte Philipp Lösch von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde. Damit soll vermieden werden, dass es zu einer Ungleichbehandlung komme. Auch dieser Idee steht die Bauabteilung des Kreises skeptisch gegenüber, sie hält die Veränderung unter städtebaulichen Aspekten für bedenklich. Eine Gemeinde sei allerdings für ihre bauliche Entwicklung selbst verantwortlich. Der Bebauungsplan sei gute 20 Jahre alt, erläuterte Ortschef Georg Spieß. Es habe sich in dieser Zeit, beispielsweise unter dem Gesichtspunkt energiesparendes Bauen, vieles verändert, moderne Bauten sähen heute anders aus als vor 20 Jahren. Deshalb solle man es ermöglichen, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben so zu bauen, wie es heute modern und gewünscht sei. Die Gemeinde Geiselberg muss für die musikalische Begleitung der Seniorennachmittage im Jahr 2013 und 2014 sowie beim Spielfest 2014 keine Gema-Gebühren bezahlen. Die Gesellschaft, die im Namen der Urheber der Musikstücke Lizenzgebühren erhebt, hatte für diese Veranstaltungen Rechnungen geschickt – anders als in den Jahren zuvor. Die Nachbargemeinde Steinalben hatte einen in Frankenthal geführten Musterprozess gewonnen. Nach dem Urteil habe die Gema auch die Rechnungen für Geiselberg zurückgenommen, so Spieß. |add