Rheinpfalz Mit eigenen Ideen einbringen

Bei einer Zukunftskonferenz sollen am Mittwoch, 3. November, ab 19 Uhr, in Waldmohr die Grundlagen für die Bewerbung der Aktionsgruppe Westrich-Glantal als Leader-Region gelegt werden. Der Aktionsgruppe gehören unter anderem die Verbandsgemeinden Glan-Münchweiler, Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr an.
Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, übersetzt bedeutet dies „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Mit Hilfe von Fördermitteln der Europäischen Union sollen dabei unter aktiver Einbindung der Bürger Projekte aus verschiedenen Themenbereichen der Regionalentwicklung umgesetzt werden. Dies können beispielsweise Maßnahmen im Bereich Tourismus, Wirtschaft oder der Daseinsvorsorge sein, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten oder auch zu verbessern. Für die kommende EU-Förderperiode bewerben sich die Verbandsgemeinden Glan-Münchweiler, Schönenberg-Kübelberg, Waldmohr, Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl und Ramstein-Miesenbach gemeinsam als eine solche Leader-Region (Die RHEINPFALZ berichtete). Alle sechs Verbandsgemeinden gehörten bereits in der vergangenen Förderperiode einer EU-Förderkulisse an: Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl und Ramstein-Miesenbach bilden noch bis Ende 2014 die Ile-Region Westrich (Ile = Integrierte ländliche Entwicklung). Glan-Münchweiler, Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr gehören bis Endes dieses Jahres gemeinsam mit mehreren anderen Verbands- und Ortsgemeinden der Leader-Region „Pfälzer Bergland“ an. Die Grundlage für die neuerliche Bewerbung bildet ein Regionales Entwicklungskonzept, das nun zusammen mit den Einwohnern und Akteuren aus den sechs Verbandsgemeinden erarbeitet werden soll. Die Zukunftskonferenz der neu gebildeten Lokalen Aktionsgruppe (Lag) Westrich-Glantal am 3. November in Waldmohr bildet den offiziellen Auftakt, in deren Rahmen die Teilnehmer die Möglichkeit bekommen, mit vereinten Kräften an der Zukunft der Region mitzuarbeiten. Sie bietet Bürgern die Möglichkeit, sich mit ihren Vorschlägen aktiv in die zukünftige Entwicklung der Region einzubringen. Dadurch sollen die vorhandenen Potenziale besser genutzt und innovative Ideen umgesetzt werden. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz werden in drei weiteren thematischen Workshops – ebenfalls unter Beteiligung der Bürger – bis Anfang Dezember konkretisiert. Das Büro entra Regionalentwicklung aus Winnweiler begleitet diesen Prozess und erstellt auf Basis der Workshop-Ergebnisse das Regionale Entwicklungskonzept bis Ende Januar 2015. Konkrete Projektvorschläge aus dem Bereich der regionalen Entwicklung können von privater wie öffentlicher Seite bereits jetzt mit Hilfe eines vereinfachten Projektsteckbriefes eingereicht werden. Dieser steht zum Download unter der Rubrik „Leader 2014-2020“ auf der Ile-Westrich-Website (www.ile-westrich.de) zur Verfügung. (red)