Rheinpfalz Mehr Verletzte

Im Dienstbezirk der Polizeiinspektion Waldfischbach-Burgalben wurden im vergangenen Jahr 1014 Verkehrsunfälle gemeldet, sieben Prozent mehr als im Vorjahr (947 Unfälle). Dabei verunglückten 109 Personen: 41 wurden schwer verletzt (Vorjahr 20), 68 leicht verletzt (71). Tödlich verunglückt ist niemand, teilte Inspektionsleiter Andreas Kohler gestern mit.
Der Dienstbezirk umfasst die Verbandsgemeinden Waldfischbach-Burgalben, Thaleischweiler-Wallhalben (ohne Obernheim-Kirchenarnbach) und Rodalben (ohne die Stadt Rodalben und Münchweiler). Die Unfallursachen analysiert die Polizei regelmäßig nach Risiko- und Altersgruppen sowie nach den Fahrfehlern im Straßenverkehr. Die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Kindern ist von vier auf sechs leicht gestiegen. Die Kinder verunglückten als Radfahrer, vor allem aber als Mitinsassen in Autos, die in Unfälle verwickelt waren. Junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren sind unverändert die Hauptrisikogruppe. Mit 201 Unfällen (180) sind sie an einem Fünftel aller Unfälle beteiligt. In fast drei Vierteln der Fälle tragen sie auch die Hauptschuld. Die Zahl der gemeldeten Unfälle mit Motorrädern ist mit 27 fast gleich gebleiben. Senioren im Straßenverkehr sind immer häufiger beteiligt. Waren es 2015 noch 90 Unfallbeteiligte über 65 Jahre, stieg diese Zahl nun auf 139. Das bedeutet einen Anstieg um 49 Unfälle (54 Prozent) und ist seit 2012 der höchste Wert. 2016 waren Senioren in zwei Dritteln der Fälle für die Unfälle verantwortlich. Unfälle mit Lastern über 3,5 Tonnen gab es erneut relativ wenige (46). Hauptursachen der überwiegend innerörtlichen Ereignisse sind unangepasste Geschwindigkeit und Fehler beim Abbiegen und Rangieren. Auf hohem Niveau noch angestiegen ist die Zahl der gemeldeten Wildunfälle: von 429 auf 443 im vergangenen Jahr. Auch mehr Unfallfluchten waren zu verzeichnen: 143 nach 135 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote sank auf 36 Prozent (39). Sehr positiv sieht die Polizei die Entwicklung bei Unfällen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Die gemeldeten Alkoholunfälle nahmen von zwölf auf sieben ab, während Drogenunfälle gar nicht registriert wurden. Bei den Hauptunfallursachen, die aus Fahrfehlern beziehungsweise falschem Verkehrsverhalten resultieren, bleibt die unangepasste Geschwindigkeit der Spitzenreiter mit 197 Fällen, gefolgt von 145 Fällen aus den Bereichen Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Ausfahren. Diese 145 Fälle verliefen zumeist ohne Personenschäden; nur achtmal wurden Personen verletzt, was die Polizei auch darauf zurückführt, dass sich diese Unfälle am häufigsten innerorts und damit bei niedrigeren Geschwindigkeiten ereignen. |ow