Rheinpfalz Mehlingen: Trinkwasserbrunnen bleibt auch langfristig geschlossen

Das noch im Becken stehende Wasser im Freibad wurde durch einen Aktivkohlefilter gepumpt und in die Kanalisation abgelassen. Arc
Das noch im Becken stehende Wasser im Freibad wurde durch einen Aktivkohlefilter gepumpt und in die Kanalisation abgelassen. Archivfoto: View

Der Tiefbrunnen in Mehlingen, in dem im Herbst 2017 eine Belastung mit Chemikalien der PFC-Gruppe festgestellt wurde, bleibt weiter stillgelegt. Die Mehlinger werden auch langfristig weiterhin aus dem Baalborner Brunnen versorgt, informiert Werkleiterin Anita Frank. Noch keine Lösung ist für die Bewässerung des Sportplatzes gefunden.
Im September vergangenen Jahres waren bei einer Messung PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien) in dem Wasser des Mehlinger Brunnes gefunden worden. Seitdem ist der Brunnen geschlossen, die Mehlinger Haushalte bekommen ihr Trinkwasser aus dem Baalborner Brunnen.

Die Ursache für die PFC-Belastung ist unklar, alle weitere Proben waren negativ



Zwar haben alle weiteren Beprobungen des Mehlinger Brunnens keine Belastungen ergeben, doch aus Vorsichtsmaßnahmen wird kein Wasser daraus ins Netz eingespeist. Dies ist laut Anita Frank von der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn mit der SGD (Struktur- und Genehmigungsdirektion) Süd so abgesprochen. „Wir wissen nicht, woher das PFC kam und eben auch nicht, ob welches im Wasser wäre, wenn wir den Brunnen wieder unter Hochlast fahren“, lauten die Begründungen.
Die Kapazität des Baalborner Brunnens reiche auch für die Mitversorgung Mehlingens aus; ob weitere technische Aufrüstungen nötig sind, werde nach dem ohnehin geplanten Bau eines neuen Hochbehälters in Baalborn entschieden.

Die Gemeinde hat das Problem, den Sportplatz zu bewässern



Das belastete Wasser aus dem Becken des Freibads Mehlingen wurde durch einen Aktivkohlefilter abgepumpt und in die Kanalisation abgelassen. Probleme bereitet noch der Sportplatz: Der separate Brunnen, der allein dessen Bewässerung diente, war laut Frank am höchsten belastet und werde nicht mehr von der SGD Süd freigegeben. Derzeit wird Regenwasser in einem Behälter aufgefangen, berichtet Ortsbürgermeisterin Monika Rettig (SPD), doch der Druck reiche nicht aus, um die Düsen der Bewässerungsanlage aufzustellen. Deshalb sind eine Druckerhöhungsanlage oder eine Laufradberieselung im Gespräch; beides würde die Gemeinde voraussichtlich mit einer vierstelligen Summe belasten.

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