Rheinpfalz Maurer haben vollauf zu tun
Seit Sommer gibt es an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Contwig eine große Baustelle. „Beim Erweiterungsbau sowie bei der Sanierung des Altbaus lief bislang alles wie geplant. Der Kostenrahmen wurde sogar unterschritten“, gibt die Sprecherin der Kreisverwaltung Südwestpfalz, Ulla Eder, einen Zwischenstand. Mitte Juli war Spatenstich. Für knapp zehn Millionen Euro bekommt die Schule ein neues Gebäude (wir berichteten).
Auf drei Etagen und einer Fläche von 78 mal 19 Metern soll die Schule um etliche bislang teilweise schmerzlich vermisste Räume erweitert werden. Bibliothek, Mensa, 24 neue Klassenräume statt der bislang gemieteten Container und auch Fachräume werden dann hinter dem neuen Sportfeld die Contwiger Schullandschaft verändern. 17,5 Millionen Euro investiert der Landkreis als Schulträger zwischen 2014 und 2018 in die Integrierte Gesamtschule, hatte Landrat Hans Jörg Duppré im Juli vorgerechnet. Diese Summe umfasse auch die Containermiete (1,5 Millionen Euro) und die Freizeitanlage mit Spielfeldern für diverse Sportarten (eine Million Euro). 9,5 Millionen Euro sind für den Neubau eingeplant, weitere 4,5 Millionen Euro soll der Umbau der bisherigen Schulgebäude kosten. Wenn alles fertig ist, können die Container verschwinden, die vorübergehend als Schulräume dienen. „Für Neu- und Umbau wurden bisher Aufträge über rund acht Millionen Euro vergeben“, fasst Ulla Eder von der Kreisverwaltung den derzeitigen Stand zusammen. Auch zeitlich seien die Bauarbeiter gut dabei. „Die Arbeiten liegen im Zeitplan, auch weil das Wetter bisher mitgespielt hat. Beim Neubau wird derzeit der Rohbau erstellt. Dabei sind die Beton- und Maurerarbeiten in vollem Gange“, berichtet Eder. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Kreisausschuss unter anderem die Aufträge für die Wärmedämmung und die Schließanlage vergeben. Während die Sanierung des Schulhauses bereits im Frühjahr begonnen und in zwei Bauabschnitte unterteilt wurde, soll der Neubau im März 2018 bezugsfertig sein. Dann werden im Altbau Verwaltungstrakt und Lehrerzimmer verlegt und einige bestehende Räume verändert. Parkplatz und Buswendeschleife werden ebenso umgestaltet wie der Schulhof. Rund 750 Schüler besuchen derzeit die Integrierte Gesamtschule. Architekt Hubertus Sander sprach beim Spatenstich aufgrund des terrassenartigen Geländes von einer Herausforderung. Die unterschiedlichen Ebenen von Alt- und Neubau werden mit einem grünen Klassenzimmer optisch miteinander verbunden: abgestufte Sitzgelegenheiten sollen Unterricht im Freien ermöglichen. Das Farbkonzept der Altbau-Fassaden soll laut Sander auch am Neubau zu finden sein − man wolle es „interpretieren“, kündigte er an. |mml