Rheinpfalz Markt als Gesamtkunstwerk

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Weil das Wochenende fast ideales Wetter mit trockener Kälte und Sonnenschein bescherte, erfreute sich der „Weihnachtsmarkt im Lichterschein“ großer Resonanz. Mehrere tausend Besucher bummelten durch das kleine Weihnachtsdorf, das bei einbrechender Dunkelheit mit Lagerfeuern, Lichterstelen und -bäumen in malerisch-heimeliges Licht getaucht wurde.

Den größten Besucheransturm erlebt der Markt regelmäßig dann, wenn St. Nikolaus mit seinen Ruprecht-Knechten erscheint. Zahllose Familien mit Kindern, Omas und Opas füllten den Platz in der Erwartung, was der Nikolaus – in Hauenstein seit mehr als 60 Jahren ein „echter“ Bischof von Myra und kein klamaukender „Weihnachtsmann“ – wohl mitbringen würde. Er hatte Lob und Dank für all die fleißigen Hände dabei, die den Markt schmücken, er trug die Geschichte von den „Kerzen, die nicht brennen wollten“ vor und hatte für jedes Kind eine Tüte mit Süßem im Gepäck. An allen drei Markttagen wurde das Angebot für Gaumen und Kehle fleißig genutzt – vom Kartoffelspieß und Grumbeerpannekuche über die klassisch herzhafte Bratwurst und den Flammkuchen bis hin zur leckeren Waffel und zu Omas „Dampnudel“. Überall sah man Gruppen in lockerem Gespräch, oft um die kleinen Lagerfeuer versammelt, die in Feuerschalen auf dem Platz loderten. Gesprächsstoff bot der Markt selbst: mit dem großen Angebot der Kunsthandwerker etwa, die in den temperierten Zelten ausstellten und zum Teil auch vor den Augen der Besucher tätig waren. Weihnachtskrippen stellte Richard Mochel aus dem elsässischen Neuhaeusel aus, kleine Kunstwerke aus Holz präsentierten Rainer Schmidt aus Spirkelbach und Edmund Fick aus Lug, auf viel Interesse stießen jene Stände, die mit Schmuck aufwarteten, wie die Goldschmiedegruppe der Kreisvolkshochschule. Andere Stände widmeten sich textilen Arbeiten aus Filz oder Gestricktem. Hier ein ganzer Stand voller Teddys, dort Engel in vielen Variationen, hier gab’s weihnachtliche Dekoration, dort Produkte aus Lammfell und -wolle. Im Bürgerhaus gab der Künstlerkreis Einblick in die ansehnlichen Arbeiten seiner Mitglieder Karl Betz, Walter Feith, Karl Geistlich, Eva-Maria Münch, Dorothea Rausch und Marianne Seibel. Erstmals zeigte bei dieser Ausstellung die aus Syrien in den Wasgau gekommene Haya Mohammad ihr zeichnerisches Talent. Auch in den Zelten waren künstlerische Arbeiten – etwa von Martin Lorenz – zu sehen. Und es gab viel Musik: Zu den Klängen der Trommlergruppe „Alunacandé“ versammelten sich ebenso viele Zuhörer vor der Bühne wie zu den weihnachtlichen Liedern der „Schola“ und der Schulchöre und zur festlichen Blasmusik der Turmbläser und des Musikvereins. Michael Zobeley und Dieter Geisinger unterhielten die Gäste mit Liedern aus ihrem breit gestreuten Repertoire. Für viele Gruppen und Vereine bietet der Markt die Gelegenheit, die eigene Kasse aufzufüllen oder für den guten Zweck aktiv zu werden. Die Sportclub-Senioren zählen mit ihrem Stand zum Urgestein des Marktes, der schon bald 40 Jahre auf dem Buckel hat. Die DLRG ist vertreten, die Feuerwehr, das DRK, die Pfadfinder, in deren Jurte der Glühwein über offenem Feuer köchelte, und andere mehr. Der Freundeskreis Chile und die „Aktion Afrika“ arbeiteten für ihre Projekte, die Kinderbackstube des Fördervereins Freibad backte für Chile und Afrika. |ran

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